Tödliches Brettspiel auf der Bühne: PettenDorftheater zeigt Krimikomödie

Eigentlich ist es ein Brettspiel – ein ziemlich bekanntes sogar. Die amerikanische Autorin Sandy Rustin hat daraus eine rasante Krimikomödie gemacht, in der wie am Schnürchen gemordet und verdächtigt wird. Das Stück heißt „Cluedo“und ist ab 2. November auf der Bühne des PettenDorftheaters zu sehen. Als erstes Amateurtheater in Deutschland zeigt die Pettendorfer Theatertruppe die Komödie.
Elf Schauspieler hat Regisseur Thomas Kreissl zusammen mit Reinhold Demleitner um sich geschart, um das Stück auf die Pettendorfer Bühne zu bringen. Es basiert nicht nur auf dem Brettspiel, sondern auch auf dem Film „Cluedo“, der 1985 als Krimi-Parodie ins Kino kam mit Tim Curry in der Hauptrolle des Butlers Wadsworth und mehreren verschiedenen Filmenden.
Mitfiebern und mitraten
All das hat Sandy Rustin in ihr Stück gepackt, das die Spielfiguren geschickt mit der Filmstory verbindet. Herausgekommen ist ein Bühnenspektakel, bei dem die Zuschauer nicht nur mitfiebern, sondern auch selbst mitraten können. Denn es gibt zwar viele Verdächtige, doch wer gemordet hat, bleibt stets die große Frage.
Eine bunt zusammengewürfelte und ziemlich skurrile Abendgesellschaft trifft sich in einer stürmischen Nacht in einer düsteren Villa. Es ist der Höhepunkt der McCarthy-Ära in den USA, echte oder vermeintliche Kommunisten und deren Sympathisanten werden allerorten ohne stichhaltige Beweise verfolgt und angeklagt. Die Angst geht um, als die sechs Gäste in der Villa Erpressungsopfer ihres mysteriösen Gastgebers werden. Und mit der ersten Leiche nimmt das Spiel seinen mörderischen Lauf. Jeder verdächtigt jeden, niemand ist mehr sicher und schon gibt es die nächsten Opfer. Die zunehmend paranoide Schicksalsgemeinschaft geht auf verwirrende Suche nach einem Schuldigen – ganz so wie im berühmten Brettspiel: War es Madame Roth im Wintergarten mit dem Kerzenständer? Oder Oberst Gatow mit dem Schraubenschlüssel im Salon? Vielleicht Frau von Porz mit dem Messer in der Küche? Wer weiß das schon...
Darsteller sind enorm gefordert
Enorm gefordert sind die Pettendorfer Darsteller, die zum größten Teil nahezu pausenlos auf der Bühne stehen. Es ist eine bunte Mischung an Schauspielern, die sich heuer wieder zusammengefunden hat. Neben Emily Löffert, Sebastian Klügl, Eva Ferstl, Benedikt Mühle und Maximilian Gerdes, die auch in den letzten Jahren immer wieder auf der Bühne standen, kehren Julia Dieterle, Sabrina Vogel sowie Michael und Jonas Dotzler nach einigen Jahren Pause wieder zurück. Dazu kommen Janosch Mühle, der aus dem Kleinen PettenDorftheater herausgewachsen ist und Lena Hufnagl , die erstmals mit dabei ist.
Wilde Jagd in der Villa
Perfektes Timing, viel körperbetonte Komik und jede Menge Lust an der Übertreibung müssen sie auf die Bühne bringen. Denn das alles prägt die schrille Komödie, die die Figuren des Stücks in wilder Jagd durch die Räume der Villa führt. Insgesamt acht gibt es davon – genauso viele wie auf dem Spielplan des Brettspiels. Sie alle auf die kleine Bühne im Mayer-Saal zu zaubern, das ist eine ganz besondere Aufgabe für das Bühnenbau-Team um Karin und Markus Schweiger.
Aufführungen und Vorverkauf
Die Premiere ist am Samstag, 2. November, um 20 Uhr, beim Mayerwirt in Pettendorf. Weitere Vorstellungen sind am Sonntag, 3. November, 19 Uhr, Freitag, 8. November, und Samstag, 9. November, jeweils 20 Uhr, Sonntag, 10. November, 19 Uhr, Freitag, 15. November, und Samstag, 16. November, jeweils 20 Uhr und Sonntag, 17. November, 19 Uhr. Karten zum Preis von 12 Euro gibt es ab Samstag, 12. Oktober, 12 Uhr, im Internet unter der Adresse www.pettendorftheater.de.