Brand in der Brennstoffhalle des Burglengenfelder Zementwerks: Ursache Selbstentzündung?

Von Thomas Rieke · 8. Oktober 2024 um 14:51

Zahlreiche Feuerwehrfahrzeuge eilten am Dienstagnachmittag zum Zementwerk in Burglengenfeld. Der Grund: Laut Werkleiter Bernhard Reindl war Abfall in der Brennstoffhalle in Brand geraten. Es handle sich um einen sogenannten Glimmbrand.

Weil es „in einer Ecke rauchte“, entschloss sich die Werkleitung gegen 14 Uhr, die Feuerwehr zu alarmieren. Diese rückte vorsorglich aus allen Richtungen mit einem größeren Aufgebot an.

Nach Angaben eines Polizeisprechers konnte aber relativ bald Entwarnung gegeben werden. Die Einsatzkräfte waren schnell Herr der Lage, eine Ausdehnung des Brandes drohte nicht. Ein Großteil der bis zu 92 Wehrmänner und -frauen durfte wieder abziehen.

Allerdings dauerte es doch Stunden, bis Glutnester ausgeschlossen werden konnten. Dabei erwies sich nach MZ-Informationen eine Wärmebildkamera als sehr nützlich. Mit einem Radlader wurde das gelagerte Brennstoffmaterial (vorsortierter Abfall) auseinandergezogen und in Container verladen. Sachschaden sei keiner zu beklagen, berichtete Werkleiter Bernhard Reindl. Das Material könne nach einer gewissen Zeit wie geplant verfeuert werden.

Als Brandursache wird Selbstentzündung vermutet. Zumindest gebe es keine Hinweise auf Brandstiftung, so Polizeisprecher Florian Beck. Seinen Angaben zufolge waren die Feuerwehren aus Burglengenfeld, Maxhütte-Winkerling, Teublitz, Saltendorf, Münchshofen, Pottenstetten und Dietldorf vor Ort, ebenso die Landkreisführung der Wehren. Auch das Technische Hilfswerk sowie Notarzt und Rettungssanitäter rückten an. Verletzt wurde aber niemand.