Die Stadtpfarrkirche Furth im Wald hat ihre golden schimmernde Turmkugel wieder

Von Alexander Frimberger · 7. Oktober 2024 um 19:00

Die Further Pfarrkirche hat ihre Turmkugel wieder. Am Montag Vormittag wurde sie an ihren angestammten Platz zurückgebracht und zudem mit einer Zeitkapsel versehen.

„Es ist nicht nur das Licht am Ende des Tunnels zu sehen, wir sind fast durch ihn durch“, sagte Pfarrer Karl-Heinz Seidl mit Blick auf die seit Jahren andauernde Renovierung der Stadtpfarrkirche Mariä Himmelfahrt. Ausgelöst durch den immensen Hagelschaden am 11. Juni 2018 war die Maßnahme begonnen worden.

Mit insgesamt knapp 4,2 Millionen Euro werden die Arbeiten zu Buche schlagen, so Seidl. Immer wieder sind während der Sanierung neue Schäden aufgefallen, die in Angriff genommen werden mussten. Auch wenn man eine präzise Aussage erst treffen könne, wenn die Schlussrechnungen vorliegen, sagt Barbara Wilnhammer vom Architekturbüro Wild & Wilnhammer: „Wir liegen absolut im Finanzrahmen.“ Möglich ist das auch, weil die Förderung mit Bekanntwerden des schlechten Zustandes beispielsweise des Gebälks der Turmzwiebel noch einmal erhöht wurde.

„Dank des großzügigen Zuschusses der Diözese Regensburg in Höhe von Dreiviertel der Gesamtkosten kann die Maßnahme schließlich zum Ende des Jahres 2024 abgeschlossen werden“, so Seidl.

Bis dahin müssen noch eine Drainage rund um das Kirchengebäude gelegt und der Kirchenvorplatz fertiggestellt werden. In rund zwei bis drei Wochen soll laut Architekt Michael Baltes, der bei Wild & Wilnhammer das Projekt federführend betreut, das Gerüst endgültig entfernt werden. Dann, so Seidl, sieht er das Gotteshaus für das er verantwortlich zeichnet, erstmals ohne Einhausung.

Im Moment, da das Gerüst noch steht, wurde am Montag die Chance genutzt, dabei zu sein, wenn Spengler Daniel Bittner die neu renovierte Turmkugel wieder an ihrem angestammten Platz verankert. Dazu wurde zunächst ein Kupferrohr mit einem Text zur Bauphase, einem Satz Euro-Münzen, Fotos und anderen Kleinigkeiten befüllt und verlötet.

Anschließend hat Bittner, dessen Unternehmen alle Spenglerarbeiten übernommen hat, die sogenannte Zeitkapsel in die Kugel befördert und diese anschließend final befestigt. Dem Anlass angemessen zeigte sich der Himmel in seinem schönsten bayerischen weiß-blau und die Sonne brachte die mit Blattgold überzogene Kugel zum Leuchten.

Wie Pfarrer Karl-Heinz Seidl am Rande des Termins verriet, wird man zu Ehren der sanierten Turmzwiebel am 19. Oktober ab 17 Uhr im Josefsheim ein Zwiebelfest feiern, bei der sich kulinarisch alles um die Knolle drehen wird.

Barbara Wilnhammer, Michael Baltes, Kirchenpfleger Anton Stocker, Karl-Heinz Seidl und Mesner Reinhold Kerner.
Daniel Bittner schiebt die kupferne Zeitkapsel in die Turmkugel. Wenn sie von späteren Generationen geöffnet werden sollte, finden diese darin einen Baustellenbericht, einen Satz Euro-Münzen, Fotos und mehr.