Regen, unzählige Feiernde und Ärger mit Radfahrern prägten das Jahr im Kurpark in Bad Kötzting

Nach einigen kälteren Tagen sind es endlich nicht mehr Regentropfen, sondern Sonnenstrahlen, die die Besucher im Kurpark auf der Haut spüren. Trotzdem sind es gegen Mittag nur zwei Tische, die am Kiosk besetzt sind, nur wenige weitere Menschen gehen spazieren. Kaltes Wetter und Regen sind schon wieder angekündigt, die Saison rund um die größte Parkanlage der Oberpfalz erlebt die letzten Tage.
„Wenn es nach mir geht, könnten schon noch sechs schöne Wochen kommen“, sagt Monika Jamsek, die Pächterin des Kurparkkiosks. Das zweite Jahr, in dem sie mit zahlreichen Helfern die Gäste im Kurpark bewirtet hat, geht vielleicht nur noch bis Ende Oktober. Das war auch im vergangenen Jahr so. Begonnen habe es aber später: Ein paar wärmere Tage rund um Ostern und dann „Schlechtwetter bis in den Juni“, erinnert sich Jamsek.
Ruhetag ohne Beschwerden
Als sich das Wetter schließlich von seiner freundlichen Seite zeigte, hätten das die Besucher dann gleich so sehr genutzt, dass nach dem Kurparkfestival – das in seiner zweiten Auflage einen noch größeren Erfolg verbuchen konnte als im Vorjahr – ein wöchentlicher Ruhetag hätte eingeführt werden müssen. Seitdem ist der Kiosk jeden Donnerstag (außer an Feiertagen) geschlossen. Sieben Tage am Stück, das sei letztlich zu viel geworden, sagt Jamsek. Sie betont aber auch, dass ihr keine einzige Beschwerde deswegen zu Ohren gekommen sei. „Alle haben Verständnis gezeigt“, sagt sie.
Das sei bei einem anderen Thema allerdings ganz anders gewesen, nämlich beim Radfahren. Nicht nur die Zahl der Biker, auch die von E-Roller-Fahrern habe in diesem Jahr so massiv zugenommen, dass die Beschwerden schließlich nicht nur im Rathaus, sondern auch bei der Polizei Anlass zum Handeln hervorriefen.
Polizeipräsenz zeigt Wirkung
Mitte August hatte Bürgermeister Markus Hofmann angekündigt, dass die Stadt nun die Beschilderung auf den Radweg, der rund um den Kurpark herumführt, erneuert habe und gleichzeitig im Park selbst auf die Durchsetzung der Ordnung pochen werde. Dass keine Radfahrer mehr (Kleinkinder ausgenommen) auf den Wegen fahren, das wurde von da an nicht nur von der Sicherheitswacht, sondern auch von Beamten der Polizeiinspektion Bad Kötzting kontrolliert. Alleine die Präsenz habe ihre Wirkung nicht verfehlt, sagen nun nicht nur der Bürgermeister und Bad Kötztings Polizeichef Christian Pongratz, sondern auch Monika Jamsek.
Mit Beginn der Kontrollen hätten sich auch bislang uneinsichtige Radler – die im Übrigen in der Regel Erwachsene, keine Jugendlichen gewesen seien – einsichtig gezeigt und ihr Zweirad geschoben. E-Roller habe sie von da an zumindest rund um den Kiosk, wo sich auch die jüngsten Besucher des Parks aufhalten, nicht mehr gesehen. Deren Zahl sinke nun aber ohnehin so schnell wie die Temperaturen bei Regenwetter.
Wie viele Radler wurden zur Kasse gebeten?
Kontrollen: Ab Mitte August waren auch Beamte der PI Bad Kötzting vermehrt im Kurpark unterwegs und kontrollierten die Einhaltung des Fahrverbotes für Radfahrer und Rollerfahrer in der Anlage.
Bußgeld: Mit Blick auf die verhängten Bußgelder durch die Stadt bauen alle Beteiligten darauf, dass die Präsenz der Beamten und der öffentliche Hinweis darauf Wirkung gezeigt hätten: Laut Linda Pregler vom Ordnungsamt der Stadt Bad Kötzting sei bislang eine einzige Verwarnung ausgesprochen worden an einen Radfahrer, der 25 Euro habe zahlen müssen.


