Das ist beim Transit Filmfest geboten

Regensburg. Unter dem Motto „Hi, how are you?“ findet vom 6. bis 13. November das Transit Filmfest 2024 in den Altstadtkinos Regensburgs statt. In einer Pressemitteilung stellen die Organisatoren erste Highlights des Festival-Programms aus Filmen, Talks und Konzerten vor.
Den Anfang macht die iranische Filmemacherin Narges Kalhor mit ihrem zweiten Langfilm „Shahid“. Der Doku-Hybrid mit Musical-Elementen wird am 6. November im Ostentor Kino gezeigt. Den Soundtrack zum Film lieferte Marja Burchard, die 2016 die Leitung der Jazz- und Krautrockband Embryo übernahm. Die 1969 gegründete Gruppe wird das diesjährige Eröffnungskonzert spielen und liefert außerdem den Sound zum Festivaltrailer. Nach fast 25 Jahren kehrt „Hallo Spencer“ zurück. Dank Jan Böhmermann wurde aus der Puppenshow eine nostalgische Mediensatire, die nach ihrer Premiere in München ihr einziges Kinoscreening auf dem Transit Filmfest haben wird.
Am 10. November ist Regisseur Timo Schierhorn im Ostentor Kino für ein Frage-Antwort-Gespräch zu Gast. Tocotronic-Sänger und bekennender Plüsch-Aficionado Dirk von Lowtzow, der einen kleinen Auftritt im Film hat und einen Song beisteuerte, wird im Anschluss aus seinem Buch „Ich tauche auf“ lesen und das Ganze mit Tocotronic-Songs aus 30 Jahren Bandgeschichte verweben.
In einer Zeit des Rechtsrucks, in der Politik oft als oberflächlicher Klick-Aktivismus erscheint, porträtiert „Der Soldat Monika“ die transsexuelle Elite-Soldatin Monika Donner, eine selbst ernannte Kämpferin für Gender-Rechte und kontroverse Figur der extremen Rechten in Österreich. Nach der Vorführung am 11. November in der Filmgalerie im Leeren Beutel kann das Publikum mit Regisseur Paul Poet diskutieren. Im Anschluss spielt die Berliner Postpunk-Gruppe Gewalt ein Live-Konzert im Kinofoyer. Die Band um Patrick Wagner, Gründer von Labels wie kitty-yo, lieferte auch den Soundtrack zum Film.
Wie Daniel Johnston, nach dessen universeller Begrüßung „Hi, how are you?“ das diesjährige Transit-Festival benannt ist, ist auch Robert Wyatt eine tragische und inspirierende Figur der Popgeschichte. Die spanische Regisseurin Maria Trénor erzählt in „Rock Bottom“ Wyatts Leben als psychedelischen Zeichentrick-Trip zwischen Rausch und Realität. Der Film wird am 13. November im Ostentor Kino gezeigt.
Danach tritt die kalifornische Psychedelic-Rock-Band Wand auf, die mit ihrem Sound Hunderttausende Menschen auf Spotify begeistert. Ihr jüngstes Werk erforscht ähnlich wie „Rock Bottom“ innere Zustände jenseits unserer gewöhnlichen Wahrnehmung. Tickets zur Lesung von Dirk von Lowtzow und dem Konzert von Wand gibt es ab sofort unter www.transit-filmfest.de.