Neubau für Land Rover: Ein zweites Autohaus am Manchinger Bahnhof

Das VW-Autohaus am Manchinger Bahnhof läuft gut. Nun legt die Firma Bierschneider British Cars nach: In direkter Nachbarschaft soll ein Land Rover-Autohaus entstehen.
Die bisherigen Ergebnisse, Untersuchungen und die Pläne für Gebäude und Gelände stellte in der Sitzung des Manchinger Marktgemeinderats am Donnerstag Alois Rieder vom Büro Wolfgang Weinzierl Landschaftsarchitekten Ingolstadt vor. Am Ende stimmte das Gremium dafür, dass die Bauverwaltung die frühzeitige Öffentlichkeitsbeteiligung durchführt.
Läuft alles glatt, könnte im kommenden Jahr mit der Baumaßnahme begonnen werden. Rieder: „Wenn im März, April der Satzungsbeschluss vorliegt, könnte die Firma Bierschneider im Sommer beginnen.“
Gebäude wird 102 Meter lang
Rieder präsentierte die bisherigen Arbeiten seines Büros an diesem Projekt: vorhabenbezogener Bebauungsplan, Grünordnungsplan, Festsetzungen zur baulichen Nutzung, Schnittzeichnungen zum Autohaus, Lagepläne, Grundrisse, Bodengutachten (Feststellung der Versickerfähigkeit des Bodens), schalltechnische Untersuchung, Spezielle artenschutzrechtliche Prüfung, Löschwasserversorgung und die Ausgleichsfläche.
Laut Rieder sind Ausstellung, Verkauf, Werkstatt, Waschanlage, Geschäfts-, Sozialräume und Büros im Gebäude geplant. Der Bau ist 102 Meter lang und misst an der breitesten Stelle 21 Meter. Er bekommt ein Flachdach – mit Möglichkeit für Solaranlage oder Werbeanlagen. Die Fassade soll aus Glas, Metall, Mauerwerk mit Wärmeverbundsystem und Porenbeton bestehen. Die Versorgungsleitungen (Gas, Wasser, Strom) sind kein Thema. „Die haben wir schon zum VW-Autohaus gelegt, wir wissen also, wo sie liegen.“
Vorhandene Bäume entlang der Staatsstraße bleiben erhalten
Das nicht bebaute Areal dient entweder als Ausstellungs- und Parkfläche, Restflächen werden begrünt – vorhandene Bäume entlang der Staatsstraße werden in einem Grünstreifen erhalten. Die Durchfahrt für Radfahrer erfolgt über das Betriebsgelände, alternativ auch über die bahnrechtlich gewidmete Fläche. Dieses Recht für die Radfahrer soll laut Bürgermeister Herbert Nerb (FW) aber schriftlich fixiert werden.
Niederschlagswasser soll über sickerfähige Pflaster sowie zusätzlich über Mulden und Rigolen innerhalb des Areals versickern (Niederschlagswasser des Daches inklusive). Im Rahmen der Aufstellung des Bebauungsplans „Am Bahnhof IV“ wird wegen einer geringfügigen Überschneidung der Geltungsbereiche der Bebauungsplan „Am Bahnhof“ aus dem Jahr 2004 eine Teiländerung notwendig.
Besteht Notwendigkeit weiterer Gutachten?
Im weiteren Verfahren – vor allem nach den eingehenden Stellungnahmen, die eine wichtige Grundlage für die Verfahrensschritte bieten können – könnte sich zum Beispiel die Notwendigkeit weiterer Gutachten ergeben. Eine Anpassung des Flächennutzungsplans für diesen Geltungsbereich ist auf jeden Fall nicht erforderlich, so Rieder. Denn seit der 14. Änderung im Jahr 2022 sind die betroffenen Grundstücke als Gewerbegebiet dargestellt.
Bis auf die Feststellung des Bürgermeisters, man sei guter Dinge, dass auch das zweite Autohaus gut laufe, und der Frage von Ade Engel (FW), wie der Zeitplan ausschaue (Rieder: „Er ist eng gefasst“) kamen keine Nachfragen aus dem Gremium. Mit 22:0 Stimmen bleibt das Projekt, das an die Staatsstraße verkehrlich angeschlossen wird, in der Spur.
