Solero-Torte mit Pfirsich: Die letzten Sonnenstrahlen im Kuchen

Von Isolde Stöcker-Gietl · 4. Oktober 2024 um 15:00

Es gibt dieses Eis. Eine Kombination aus cremiger Vanille und exotisch-fruchtiger Safthülle. 1965 kam Solero Exotic auf den Markt. Die süß-fruchtige Kombi entwickelte sich schnell zum Klassiker. Aber nur unter denjenigen, die mehr als 25 Pfennige im Geldbeutel hatten. Bei mir und meiner Schwester gab es meistens Mini Milk. Und manchmal Dolomiti oder Brauner Bär. Auch gut, aber halt nicht ganz so exotisch wie Solero.

Vielleicht ist Solero deshalb bis heute für mich der Inbegriff von Sommer. Oder besser gesagt das ersehnte Ziel eines jeden Sommers. Einmal ein Solero-Eis im Freibad. Das war ein Höhepunkt. Und gerade jetzt, wo die Tage wieder kurz und die Nächte lang werden, könnte man sich doch noch einmal ein bisschen an dieses Sommerfeeling erinnern. Denn Rezepte, die dem Eisklassiker nachempfunden sind, gibt es ziemlich viele. Desserts (sehr zu empfehlen!), Cocktails (auch gut!) und verschiedene Torten. Ich habe mich heute für den saftigen Solero-Käsekuchen entschieden.

Die Zutaten:

Für den Mürbeteig: 250 g Mehl, 125 g Butter, 70 g Zucker, 1 großes Ei, 1/2 TL Backpulver, Semmelbrösel.

Für die Käsemasse: 500 g Quark, 1 Becher Saure Sahne, 1 Päck. Vanillezucker, 1 Päck. Vanillepuddingpulver, 160 g Zucker, 1 großes Ei, Saft und Abrieb 1/2 Bio-Zitrone, 500 ml Milch, 1 große Dose Tortenpfirsiche.

Für den Guss: 2 Päck. Tortenguss klar, 400 ml Maracujasaft

Und so wird er gemacht: Für den Boden einen Mürbeteig herstellen aus Mehl, Butter, Zucker, Backpulver und Ei. Alles gut verkneten, zu einer Kugel rollen und für etwa eine Stunde im Kühlschrank ruhen lassen. Den Teig dann ausrollen, in eine gefettete Springform (26 cm) geben, andrücken und einen ca. 2 Zentimeter hohen Rand formen. Nochmals kurz kühl stellen.

In der Zwischenzeit eine große Dose Tortenpfirsiche in einem Sieb gut abtropfen lassen und (wenn sie noch sehr nass sind) mit einem Küchenkrepp vorsichtig abtupfen. Den Mürbeteig bei 170 Grad Ober-/Unterhitze etwa 15 Minuten auf unterster Schiene etwas vorbacken.

Währenddessen wird schon einmal die Käsecreme vorbereitet. Das Vanillepuddingpulver mit einem Schuss kalter Milch glatt rühren. Dann die Puddingpulvermasse mit dem Schneebesen unter Quark, saurer Sahne und Ei ziehen. Zucker, Vanillezucker sowie dem Abrieb einer halben Zitrone sowie etwas Saft der Zitrone dazugeben und zu einer geschmeidigen Masse verrühren. Erst zum Schluss die restliche Milch hinzugeben und nur noch ganz kurz unterrühren. Dabei nicht zu heftig schlagen, weil sich sonst Blasen bilden, die man später im Kuchen sieht.

Den vorgebackenen Boden aus dem Ofen holen, dünn Semmelbrösel auf dem Boden verteilen und die abgetropften Pfirsichstücke gleichmäßig auf dem Boden anordnen. Dann die Quarkmasse darübergießen und verstreichen.

Den Kuchen wieder auf der untersten Schiene in den Backofen schieben und etwa eine Stunde bei 170 Grad Ober-/Unterhitze backen. Nach einer Stunde den Ofen ausschalten, Tür geschlossen halten! und eine weitere Stunde im warmen Backofen durchziehen lassen. Danach den Kuchen herausnehmen und komplett auskühlen lassen.

Aus zwei Packungen Tortenguss und Maracujasaft (kein zusätzlicher Zucker!) einen Guss herstellen und über den erkalteten Kuchen gießen. Am besten über Nacht kalt stellen.

Vor dem Servieren den Kuchen mit frischen Pfirsichen und Minzblättchen garnieren. Wer mag, kann auch noch Sahnetupfer auf dem Guss verteilen.

Der Solero-Käsekuchen schmeckt gekühlt am Besten. Je länger er steht, desto mehr feuchtet der Teigboden durch. Also schnell sein! Und wenn das letzte Stück verdrückt ist, dann heißt es: Auf Wiedersehen im Sommer 2025!

Der Mürbeteig wird aus Mehl, Butter, Zucker, Ei und Backpulver hergestellt.
Auf dem vorgebackenen Teig werden die Pfirsichstücke verteilt.
In der Zwischenzeit die Käsecreme vorbereiten und auf den Pfirsichen verteilen.
Zum Schluss kommt der fruchtige Maracuja-Spiegel auf den erkalteten Käsekuchen.