Klares Votum der CSU: Susanne Hierl erneut für Bundestagswahlkreis Amberg nominiert

Nach der Bekanntgabe war die CSU-Bundestagsabgeordnete Susanne Hierl überwältigt von dem Wahlergebnis. 150 von 152 Stimmen erhielt sie: Die CSU im Wahlkreis Amberg steht nahezu geschlossen hinter ihrer Direktkandidatin für die kommende Bundestagswahl.
Dass dieses Mal die Geschlossenheit der CSU an oberster Stelle stand, war am Freitagabend im Amberger Congress Centrum (ACC) von Beginn an zu spüren. Mit dem bayerischen Finanzminister Albert Füracker, wie Hierl aus Neumarkt stammend, hatte die Kandidatin ja auch an diesem Abend ein politisches Schwergewicht an ihrer Seite. Dieser ließ es sich nicht nehmen, nach zwei Terminen hintereinander am Freitag in Amberg auch noch am Abend zu bleiben, um seine Kollegin zu unterstützen.
Bedrohung für Demokratie
Bereits Versammlungsleiter Patrick Fröhlich stimmte die insgesamt 157-köpfige CSU-Mannschaft auf den kommenden Wahlkampf ein. „Dieses Mal ist es wirklich so: Es ist eine entscheidende Wahl“, erklärte er und schob auch gleich zwei Gründe hinterher: „Wir erleben eine Bedrohung durch rechtsextreme Kräfte. Und ich kann mich nicht erinnern, jemals eine so dilettantische Regierung erlebt zu haben. Die Verlässlichkeit ist verlorengegangen, das müssen wir ändern.“
Weniger als Wahlkampf-Rede, schon eher als Rechenschaftsbericht ließ Susanne Hierl ihre erste Legislaturperiode als Bundestagsabgeordnete Revue passieren. Vor genau 1220 Tagen wurde sie an gleicher Stelle, ebenfalls im ACC, von den Delegierten auf den Schild gehoben, gegen ihre Gegenkandidatin Michaela Frauendorfer, Stadträtin in Amberg und damals noch die Kreisvorsitzende. Genau seit 1091 Tagen vertritt sie jetzt als CSU-Abgeordnete den Wahlkreis 231 in Berlin.
„In Berlin bin ich Expertin“, beschreibt Hierl ihre Tätigkeit als Abgeordnete. Sie hat schon 40 Reden im Bundestag gehalten, 2600 Schüler und 2000 Besucher aus dem Wahlkreis im Reichstag empfangen. Die Juristin sitzt im Rechtsausschuss, im Bildungsausschuss und in der Enquete-Kommission für „Lehren aus Afghanistan“. Das Thema Demokratie ist ihr ein besonderes Anliegen. „Wir müssen die Demokratie verteidigen. Wir dürfen die AfD nicht in eine Ecke stellen, sondern müssen sie inhaltlich herausfordern“, sagt sie. Die Zustimmung für die Einführung des Bürgergelds bereut sie heute noch.
„Hier im Wahlkreis bin ich Generalist“, beschreibt sie ihre Tätigkeit als Abgeordnete für die Bürger in Neumarkt und Amberg-Sulzbach. Mehr als 100 000 Kilometer war sie für ihre Wähler in der Region in dieser Legislaturperiode schon unterwegs. In einem Wahlkreis, der größer als das Saarland ist, wie ihr Vorgänger Alois Karl immer betonte. Bei ihrer Arbeit vor Ort für die Bürger kommt ihr zugute, dass sie in Berlin inzwischen ein gutes Netzwerk aufgebaut habe, sagt Ambergs Oberbürgermeister Michael Cerny über sie. Cerny war es auch vorbehalten, vor der Abstimmung an diesem Abend noch einmal für die Kandidatin zu werben. „Susanne Hierl meisterte die Nachfolge von Alois Karl mit Bravour.“
Auch in der Kommunalpolitik
„Als stellvertretende Landrätin und Kreisrätin hat sie ihr zweites Standbein in der Kommunalpolitik und weiß, wo uns der Schuh drückt. Sie bringt damit die Kompetenz mit, die wir dringend in der nächsten Bundesregierung brauchen“, so der Amberger OB weiter. Dies sahen 150 der 152 Delegierten an dieser CSU-Wahlkreisversammlung ebenso, wie das grandiose Ergebnis beweist.
Die Versammlung wählte außerdem sechs Delegierte und sechs Ersatzdelegierte für die Landesdelegiertenkonferenz. Mit jeweils 152 von 153 abgegebenen Stimmen wurden Susanne Hierl, Albert Füracker, Alois Karl, Barbara Gerl, Andreas Otterbein und Thomas Bärthlein als Delegierte gewählt.
Ebenfalls mit 152 von insgesamt 153 Stimmen wurden Albert Deß, Henner Wasmuth, Michael Cerny, Heidi Rackl, Birgit Barth und Willibald Gailler als Ersatzdelegierte nominiert.