Hausbank stoppte ersten Betrug: So gelangten Täter trotzdem an 56.000 Euro

Von Mittelbayerische Zeitung · 21. September 2024 um 10:39

Die Schutzmechanismen seiner Bank funktionierten – trotzdem hat ein Mann aus dem Altlandkreis Bad Kötzting mehrere zehntausend Euro an Betrüger verloren. Ein Fall aus dem Landkreis Cham, der zeigt, wie perfide die Betrüger vorgehen.

Wie die Polizei am Samstag berichtet, wollte der 57-Jährige auf einer Internplattform Geld anlegen. Er registrierte sich dazu mit seinen persönlichen Daten – und bekam daraufhin über einen längeren Zeitraum Anrufe von verschiedenen Personen. Diese erschlichen sich das Vertrauen des Mannes, der den Fremden Zugriff auf seinen Computer gewährte.

Weiteres Konto bei Internetbank eröffnet

Dennoch kamen die Betrüger zunächst nicht an „ihr“ Geld. Die Sicherheitsvorkehrungen der Hausbank griffen; erste Überweisungen an die Betrüger wurden gestoppt. Diese aber blieben hartnäckig – mit Erfolg: Sie köderten den 57-Jährigen mit überzogenen Gewinnversprechen und überzeugten ihn, ein neues Konto bei einer Internetbank zu eröffnen. Über das neue Konto liefen dann die ersten 20.000 Euro.

Gebühr für Auszahlung des Gewinns verlangt

Nach einiger Zeit soll er bereits 70.000 Gewinn gemacht haben − so suggerierten es zumindest die Betrüger. Und verlangten für die Auszahlung des Gewinns mehrere tausend Euro Gebühr. Der Mann aber sah weder den Gewinn, noch sein eingesetztes Geld. Insgesamt verlor er bei weiteren Geschäften rund 56.000 Euro, heißt es von Seiten der Polizei. Die warnt erneut eindringlich vor Gewinnversprechen im Internet.