Fertigstellung wohl nicht vor 2030

Von Renate Beck · 13. September 2024 um 21:30

Ihrlerstein. Mit der Sanierung und Erweiterung der Jakob-Ihrer-Schule stehen neben dem Kindergartenneubau hohe Investitionen an. Das Hauptgebäude der Schule wurde in den 60er Jahren gebaut. Auch wenn es auf den ersten Blick noch recht gut aussieht, hat die Ihrlersteiner Grund- und Mittelschule einen erheblichen Sanierungsbedarf. Zudem ist eine Erweiterung erforderlich. Anhand der vorgestellten Gebäudeschäden sah der Gemeinderat im Sommer 2021 die Notwendigkeit der Renovierungsarbeiten.

In der September-Sitzung stellte nun der planende Architekt Norbert Raith vom gleichnamigen Kelheimer Architektenbüro den Anwesenden die Planung zur Sanierung und Erweiterung vor.

Standortanalyse beendet

„Für eine optimale Ausnutzung des vorhandenen Grundstücks in Zusammenhang mit den Sportanlagen im Außenbereich wird eine Erweiterung in Richtung Süden empfohlen, um eine sinnhafte Strukturierung des Grundstückes sowie den nötigen Platz für etwaige Erweiterungsmaßnahmen gewähren zu können“, so das Fazit zur Standortanalyse.

In den Ferien wurden die Bestandsaufnahmen und eine flächendeckende Schadstoffuntersuchung durchgeführt. Für einen Abriss ist das Gebäude „noch zu gut gebaut“.

In seiner Präsentation ging Raith auf das Ergebnis der Bestandsanalyse, das Raumprogramm, die Planvorentwürfe sowie die hieraus resultierende Zeitschiene ein.

Ein Aufzug und ein Plattformlift sind Teil der vorgeschriebenen Barrierefreiheit. Die beiden Keller werden miteinander verbunden. Der Plan sieht eine zusammenhängende Aula und einen zentralen Haupteingang vor. Im Untergeschoss des Neubaus werden künftig keine Klassenräume, sondern nur noch Fachräume wie die Schulküche, der Werkraum und der Zeichensaal untergebracht. Zu einer neuen Heizung gebe es genügend Konzepte. „Das ist dann Sache des Fachplanungsbüros.“ Da aus Kostengründen keine Container für die Schulsanierung eingeplant werden, wird der Bau in drei Abschnitten erfolgen. „Die Turnhalle ist komplett aus der Planung raus“, so Raith. Was danach damit wird, werde man sehen.

Im September 2025 soll die Entwurfsplanung gefertigt werden. Im Sommer 2026 geht es in die Vorbereitungsplanung für dieses Projekt im VgV-Verfahren (Vergabeverordnung). Bis die Schule fertig ist, werde man voraussichtlich das Jahr 2030/2031 schreiben. Rektorin Katja Listl verfolgte die Ausführungen des Architekten in der öffentlichen Sitzung. Vor allem die Ganztagsbetreuung ist ihr eine Herzensangelegenheit.

Ganztagsbetreuung gefragt

„Wir haben Bedarf ohne Ende, aber tatsächlich keinen Platz“, bedauerte sie. Zeitgleich freute sie sich: „Das Konzept ist extrem gut durchdacht. Es ist – wie man sieht – keine kurzfristige Planung.“

Bürgeranfragen gab es unter anderem zum Thema Tempo 30. Bürgermeister Thomas Krebs trug eine Anfrage eines Anwohners der Hauptstraße zur möglichen Temporeduzierung auf 30 km/h und zu einer Umleitung vor, damit sie wegen der Baustelle „Rennstrecke“ nicht so stark befahren werde. Die Gemeinde wird die Strecke mit der Verkehrsbehörde ansehen und die Möglichkeiten abklären, sieht darin aber wenig Erfolg.

Zur durch Rat Cornelius Bugl übermittelten Frage eines Bürgers bezüglich Straßenbaumfällungen antwortete der Bürgermeister, dass regelmäßig Bäume mit Fachkräften vom Landratsamt begutachtet wurden. „Erwachsen“ geworden stünden sie oft dort, wo zum Beispiel wegen zu wenig Humus oder Beton kaum etwas wächst. „Bilden sie eine Gefahr, werden sie entfernt.“ Ist genügend Erdreich vorhanden, werde der geschädigte Baum ersetzt und auch auf passende Grünflächen gepflanzt.

Der umgefahrene Baum in der Schulstraße erhält einen Nachfolger, sobald die „Baustelle Staatsstraße“ beendet ist und wieder weniger Verkehr über die Schulstraße läuft.