Pfarrer Lucas Lobmeier ist längst angekommen an seiner neuen Wirkungsstätte in Teublitz

Von Hubert Heinzl · 8. September 2024 um 11:00

Nach einem Jahr an der Spitze der Pfarrei Herz Jesu in Teublitz fühlt sich Pfarrer Lucas Lobmeier (35) hier herzlich aufgenommen. Inzwischen hat er sich auch eingearbeitet in all die Aufgaben, die man nicht im Theologiestudium lernt – von der Verwaltung bis zur Bautätigkeit.

„Teilweise war das ein Sprung ins kalte Wasser. Doch es hat alles gut geklappt“, räumt er heute ein. Geholfen hätten ihm nicht nur die vielen aktiven Ehrenamtlichen, sondern auch das Netzwerk seiner Berufskollegen.

Und natürlich sein Vorgänger, Pfarrer Michael Hirmer, der laut Lobmeier die Pfarrei „bestens strukturiert hinterlassen“ und für eine „gute Übergabe“ gesorgt habe. Der Austausch sei immer noch rege, und es gebe auch gemeinsame Aktionen mit der Stadtkirche Burglengenfeld. „Ich bin sehr dankbar für das gute Miteinander“, sagt der 35-Jährige.

Viel Zusammenhalt in Teublitz spürbar

Von den Teublitzern fühlt sich Lobmeier von Anfang an mit offenen Armen aufgenommen. „Die Stadt ist nicht so anonym. Man kennt sich, und es gibt viel Zusammenhalt. Das erinnert mich an meine Heimat Tegernheim“, schwärmt Lobmeier. Er habe „sehr schnell Anschluss gefunden“.

Zwei große Bauvorhaben hat der 35-Jährige in Teublitz übernommen und inzwischen weiter vorangetrieben. Das Kinderhaus Herz Jesu mit seinen drei Kindergarten- und zwei Krippengruppen muss laut Lobmeier im Altbestand saniert und ausgebaut werden – ein Millionenprojekt, das der Pfarrer „Schritt für Schritt angehen“ will. Ursprünglich war schon in diesem Jahr der Baubeginn geplant, doch die Beteiligten bräuchten „noch mehr Zeit zur Vorbereitung“.

Großbaustelle Nummer zwei ist die Marienkirche in Saltendorf. Im Dezember des vergangenen Jahres wurde die Sanierung des Kirchturms abgeschlossen. Nun soll auch die Innenrenovierung des Gotteshauses angegangen werden. „Wir wollen jetzt zeitnah in die Planungs- und Umsetzungsphase eintreten“, sagt Lobmeier. Natürlich spielen dabei die Finanzen eine entscheidende Rolle. Der Seelsorger hofft, dass die Sanierungsarbeiten noch nächstes Jahr beginnen können. Der Erhalt der Gotteshäuser ist dem Teublitzer Pfarrer ein Herzensanliegen, denn die Kirchen seien „ein wichtiger geistlicher Ort für die Bevölkerung“, wie er es formuliert.

Pfarrer will Besuchsdienst etablieren

Aber natürlich beschränkt sich das Gemeindeleben nicht auf Bauarbeiten. Auch bei der Seelsorge hat Pfarrer Lobmeier bereits Akzente gesetzt und das Jahr 2024 unter den Leitbegriff der „Willkommenskultur“ gestellt. Das Thema hat mehrere Facetten. Zum einen geht es darum. Leute, die neu nach Teublitz ziehen, mit offenen Armen zu empfangen. Aber auch Besuchsdienste gehören dazu. „Wir versuchen gerade, dafür ein ehrenamtliches Team aufzubauen“, sagt Lobmeier.

Auch vom Gedanken, in Teublitz eine Ortsgruppe der Deutschen Pfadfinderschaft St.Georg (DPSG) aufzubauen, hat sich der 35-Jährige noch nicht verabschiedet. Doch der Pfarrer, zugleich geistlicher Leiter der DSPG auf Diözesanebene, weiß, dass dabei dicke Bretter zu bohren sind.

In seiner Freizeit, also in der Regel an den Montagen, zieht es Lucas Lobmeier gerne einmal in die Natur. Aber auch soziale Kontakte sind ihm wichtig. „Die Familie oder Freunde besuchen sind Dinge, wo ich für mich durchatmen kann.“