Wer hat den schönsten Bart der Regensburger Herbstdult?

In Artmann's Herzl fanden sich zehn mutige Bartträger, die sich einer fünfköpfigen Jury stellten. Sie alle wollten wissen: Wer hat die schönste Gesichtsbehaarung der Regensburger Herbstdult?
Der eine lässt ihn einfach wachsen, der andere pflegt ihn täglich: So ein Bart ist wahrhaft nicht immer gleich. Vom Schnauzer über Kinn- und Backenbärte bis hin zum klassischen Vollbart mutet eine Gesichtsbehaarung auf mannigfaltige Weise an. Mal kann einem der Bart nicht lang genug sein, mal geht es dem Bartträger um die künstlerische Form des Wuchses. Dass es da wahrhaft Unterschiede wie Tag und Nacht gibt, konnte man bei der Dult-Bartmeisterschaft in „Artmann's Herzl“ bestaunen.
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Zehn mutige Bartträger traten am Sonntag gegeneinander an und erhofften sich die Gunst der Jury. Die bestand aus fünf Damen, die in einer offenen Wertung ihre Karten hochhielten. Bis zu zehn Punkte konnten sie pro Kandidat vergeben – und eine weitere Regel besagte, dass eine Wertung von 9,5 oder zehn Punkten jeweils nur einmal „an den Mann gehen“ durfte.
Lebende Bart-Legenden
Auf diese Weise wirkten die Veranstalter vom „Ostbayerischen Bart- und Schnauzerclub 1996“ einem möglichen Gleichstand etwas entgegen. Doch ehe die Sieger nach der Punkt-Auszählung bekannt gegeben wurden, stellte sich der Club erst einmal der Zuschauerschaft vor. Gleich eine Reihe von Bart-Persönlichkeiten trat auf die Anmoderation von Präsident Wilhelm Preuß hin nach vorn. Welt- und Europameister wie der Regenstaufer Bernhard Greller oder Franz Xaver Schottenhammer aus Teugn zeigten sich in ihrer ganzen Vollbart-Pracht.
Bei Vize-Präsident Josef Nerb aus Aschach bei Amberg zeigte sich, dass man ebenso mit einem „Chinesenbart“ sehr erfolgreich sein kann. Zahlreiche internationale Titel bereichern auch sein Portfolio. Hier beschränkt sich die Bartpracht auf den Schnauzer und die angrenzende Behaarung darunter. Die Wangenflächen bleiben bartfrei.
Und das sind die Sieger
Erfreut über deren Erfolge, spendierte Andreas Lechner aus Teugn den lebenden Bart-Legenden kräftig Applaus. Wenige Minuten später war er es, der im Mittelpunkt des Geschehens stand. Mit satten 49 Punkten hatte er den Bart-Wettbewerb nicht nur für sich entschieden, sondern auch den Titel aus dem Vorjahr verteidigt. Das habe es auf der Dult noch nicht gegeben, sagte Wilhelm Preuß anerkennend.
Immerhin fand der Wettbewerb am Europakanal zum vierten Mal statt. „Ich finde es cool, wenn der Bart prämiert wird. Man steckt ja viel Pflege rein und er soll toll aussehen“, sagte der 42-Jährige glücklich.
Knapp dahinter mit 47 Punkten holte Josef Hauser aus Mittersthal (Landkreis Neumarkt) den Vize-Titel. „Ich bin vom Bart-Club angesprochen worden und dachte mir: Da bin ich doch dabei!“, sagte der 46-Jährige über seine Motivation, die sich nun ausgezahlt hat.
Wie Preuß erklärte, hält der Ostbayerische Bart- und Schnauzerclub auf verschiedenen Veranstaltungen nach Kandidaten Ausschau und tritt dort mit ihnen in Kontakt. Auch bei der Dult würden geeignete Besucher „inspiziert“. Ein Kandidat kam den Verein von selbst entgegen: Warendult-Beschicker Daniel Zehnle. Nur einige Dutzend Meter von seinem Stand entfernt holte er mit 45,5 Punkten Platz drei. Für gewöhnlich kann man seinen Bart zwischen Schmuck, Piercings und Sonnenbrillen bestaunen.
Damit keiner der zehn Kandidaten mit leeren Händen ausging, gab es eine Frei-Maß und eine Urkunde als Lohn für die Teilnahme. Auch bot der Bart-Club allen eine einjährige Schnuppermitgliedschaft an. Mit einem dreifachen „Bart Wichs!“ verabschiedete sich die bärtige Runde bis zur nächsten Herbstdult.







