Sanierung liegt voll im Zeitplan

Nittenau. Seit Februar gehören Bagger, Baumaschinen und Handwerker im Kindergarten St. Josef in Nittenau zum Alltag – doch allmählich rückt der Abschluss der Generalsanierung in Sichtweite: Wenn alles nach Plan läuft, können die Kinder in gut vier Monaten in den neu gestalteten Räumen spielen und lernen.
Rund 2,4 Millionen Euro werden die Umbaumaßnahmen kosten. Kindergartenleiterin Barbara Göttler, ihre rund 25 Mitarbeiter und die knapp 110 Kinder der Einrichtung freuen sich schon sehr auf das Ergebnis, denn die Generalsanierung war dringend nötig: Die Sanitärräume in dem mehr als 40 Jahre alten Gebäude an der Gartenstraße waren veraltet und die Fluchtwege nicht auf dem neuesten Stand.
Ein neuer Speiseraum
Auch das Dach und die Elektrik hatten eine Sanierung nötig – und außerdem fehlte es an Platz – zum Beispiel für den in den vergangenen Jahren immer wichtiger gewordenen Speiseraum. Auch für die Mitarbeiter war es beengt zugegangen: Der Personalraum, der in der Anfangszeit der Einrichtung für acht Mitarbeiter ausgelegt gewesen war, musste zuletzt für 25 Personen reichen. Denn der Kindergarten ist in den gut 40 Jahren seit seiner Gründung stark gewachsen: Mittlerweile sind hier fünf Gruppen untergebracht.
Um so wichtiger ist es, dass sich das Raumangebot im Zuge der Generalsanierung durch einen Anbau erweitert: Dort wird ein neuer Turnraum untergebracht. Auch ein Zimmer zur Materiallagerung und ein Therapieraum sind dort künftig untergebracht. Aus der bisherigen Turnhalle wird der neue Speiseraum.
Die Umbauzeit hat allen Beteiligten einiges abverlangt. „Es war für uns eine anstrengende Zeit. Aber das Ende ist in Sicht. Der Wille und die Disziplin vieler hat uns gut durch die Bauzeit geführt“, lobt Göttler. Sie und ihre Kollegen freuen sich darüber, dass es künftig in jedem der fünf Gruppenräume eine Galerie mit Lichtleisten geben wird, die sich ideal für ruhigere Bereiche wie eine Kuschelecke eignen. „Das werden Orte zum Wohlfühlen“, sagt Göttler. Außerdem bekommt jedes Gruppenzimmer eine eigene kleine Terrasse, auf der die Kinder gemütlich sitzen und beispielsweise Puzzles bauen können – im Sommer natürlich gut beschattet.
Die Kinder, so erzählt Göttler, hätten die seit Februar laufenden Umbaumaßnahmen gut weggesteckt – auch wenn es bei manchen Arbeitsschritten im Gebäude sehr laut zugehe. Für solche Phasen habe man für alle Kinder spezielle Schallschutzkopfhörer angeschafft.
Derzeit laufen im Kindergarten noch die Trockenbauarbeiten. Auch Maler, Elektriker und Fliesenleger sind vor Ort.
Barrierefreier Sandkasten
Bald starten die Arbeiten im Garten, der umgestaltet und mit neuen Spielgeräten ausgestattet wird. Der Sandkasten soll barrierefrei werden und erhält auch einen Matschspielbereich, der bei vielen Kindern besonders beliebt ist.
Wenn die Umbauarbeiten abgeschlossen sind und auch die Kinder, die in die ehemalige Schwesternwohnung im ersten Stock ausgelagert waren, wieder zurückkehren können, steht im Kindergarten St. Josef das nächste große Ereignis an: Das Ende der langersehnten Generalsanierung soll gebührend gefeiert werden.
