Patienten mit Post Vac müssen ernst genommen werden

Über die Coronapandemie und ihre Folgen spricht kaum mehr jemand. Sie ist ja vorbei. Für Menschen aber, die davon überzeugt sind, dass die Impfung sie krank gemacht hat, beginnt der Leidensweg jetzt erst.
Der Kardiologe Jörg-Heiner Möller glaubt ihnen und sucht nach einem medizinischen Zusammenhang. Weder in seinem Buch noch im persönlichen Gespräch wirkt er wie ein Verschwörungstheoretiker.
Doch in diese Schublade werden Menschen gerne gesteckt, die Fragen rund um die Impfkampagnen gegen Corona stellen. Weil es bequemer ist, als diese Zeit aufzuarbeiten und die Fragen zu beantworten.
Aber wir brauchen diese Transparenz, um in der Gesellschaft wieder Vertrauen herzustellen, das in der Pandemie verloren gegangen ist. Vertrauen in die Politik, in Pharmaunternehmen, in Behörden.
Deshalb muss nicht nur Post-Covid erforscht werden, sondern auch Post-Vac. Das Paul-Ehrlich-Institut sieht nur 0,73 Verdachtsfälle pro 100000 Impfungen. Bis Ende Juli 2024 wurden indessen bundesweit 12406 Anträge auf eine Entschädigung gestellt. Das sind 19 pro 100000 Geimpfte. Auch wenn nicht alle unter schwerwiegenden Nebenwirkungen leiden, ist das doch eine Zahl, die man ernst nehmen sollte.