Kinderhaus und neue Heimat für Feuerwehr: Die ersten Wände ragen bereits in die Höhe

Der Zeitplan ist straff, bisher läuft aber alles nach Plan: In Wetterfeld entstehen derzeit unmittelbar beim Kreisverkehr ein neues Kinderhaus und ein Feuerwehrgerätehaus direkt nebeneinander – so nahe, dass es für die beiden Großprojekte nur eine riesige gemeinsame Bodenplatte gibt.
Der Spatenstich erfolgte Ende April, seitdem hat sich bereits einiges getan. Die Dimensionen der beiden Projekte werden langsam bereits sichtbar, die ersten Wände ragen schon in den Himmel. Die Kontur der Halle für die Wetterfelder Feuerwehr, die zwei Stellplätze haben wird, ist erkennbar.
Beton und viel Holz
Während bisher in der frühen Bauphase viel Beton für Fundamente und Mauern zum Einsatz kommt, wird bei den Gebäudehüllen und auch innen viel Holz zum Einsatz kommen, so die Planungen von Markus Weber vom Architekturbüro Schnabel und Partner aus Bad Kötzting. Damit und mit einem Satteldach sollen sich die beiden Gebäude gut in den Ort einfügen.
Die Baufirmen sind gefordert, weiter zügig zu arbeiten, denn schon am 1. September 2025 soll der Kindergarten in Betrieb gehen, was auch angesichts des immer weiter steigenden Bedarfs an Betreuungsplätzen im Rodinger Stadtgebiet wichtig ist, wie Bürgermeisterin Alexandra Riedl erläutert hat.
Die Kindergartengruppe wird 25 Plätze haben, dazu kommt eine Krippengruppe mit zwölf Plätzen. Das Raumprogramm, nach dem gebaut wird, umfasst zusätzlich zu Gruppen- und Nebenräumen unter anderem Speiseraum mit Küche und einen Personalbereich. Insgesamt wird eine Hauptfläche von rund 250 Quadratmetern umfasst. Die Trägerschaft wird, wie unter anderem bereits beim Waldkindergarten in Mitterkreith, das Bayerische Rote Kreuz übernehmen, die entsprechenden Verträge sind bereits unterzeichnet.
Altes Gerätehaus nicht mehr zeitgemäß
Mit der Feuerwehr haben die Planer im Vorfeld Gespräche geführt, um auf die Bedürfnisse und Ansprüche bestmöglich eingehen zu können. Das alte Gerätehaus war nicht mehr zeitgemäß für die Wetterfelder Wehr, die unter anderem durch die unmittelbar angrenzende B85 viel zu tun hat. Die Lage des Neubaus sei optimal, hatte Kommandant Christian Haimerl erläutert, der auch darauf verwies, dass die Mitglieder soweit möglich vieles in Eigenleistung übernehmen würden.
Das Feuerwehrhaus entsteht an der Ostseite des Grundstücks. Als Ausfahrts- und Übungsfläche wird der Vorplatz im Norden genutzt werden. Im Einsatzfall wird der Alarmparkplatz im Süden über die Grundbachstraße angefahren. Von hinten gelangen die Einsatzkräfte kreuzungsfrei und sicher ins Gebäude und über die Umkleide in die Fahrzeughalle. Sie können dann nach Norden in alle Richtungen ausrücken. Gebaut wird ein zweigeschossiges Gebäude. Im Erdgeschoss befinden sich neben Fahrzeughalle und Umkleide eine kleine Werkstatt, Sanitärräume und ein Aufenthaltsbereich. Büro, Aufenthaltsraum, Lagerflächen und Technikraum werden im Obergeschoss untergebracht.
Erweiterungen möglich
Als Verbindungsbau zum Kinderhaus wird ein eingeschossiges Gebäude entstehen. Dort findet ein Schulungsraum Platz, der sowohl von der Feuerwehr als auch vom Kinderhaus genutzt werden kann – einer von mehreren Synergieeffekten.
Die Großprojekte sind auch auf die etwas fernere Zukunft ausgerichtet: Falls der Bedarf steigen sollte, sowohl beim Kindergarten als auch bei der Feuerwehr, sind auf dem Grundstück auch noch Flächen für Erweiterungen vorhanden.
Die Kosten der beiden Großprojekte
Gesamtkosten: Die Gesamtkosten für Kinderhaus in Wetterfeld und das Feuerwehrgerätehaus gleich daneben belaufen sich auf rund 5,9 Millionen Euro.
Förderung: Etwa zwei Millionen Euro kommen aus verschiedenen Fördertöpfen (1,43 Millionen Euro Kindergartenförderung, 234000 Euro Feuerwehrförderung, 126000 Holzbauförderung und 102000 Euro KfW-Förderung), wie Stadt-Kämmerer Josef Zwicknagl ausgerechnet hat.
Eigenmittel der Stadt: Somit bleiben für die Stadt Roding Eigenmittel in Höhe von ungefähr vier Millionen Euro.
Eigenleistung der FFW noch nicht eingerechnet: Noch nicht mit eingerechnet sind die Eigenleistungen, welche die Mitglieder der FFW Wetterfeld beim Bau erbringen werden.
Gemeinsames Bauen spart Zeit und Kosten: Um Kosten und Zeit zu sparen, werden die beiden Gebäude gleichzeitig gebaut. Das wurde der Stadt Roding im Rahmen der Stabilisierungshilfen so genehmigt.
