Mit Friedbert Bruckmüller erhält ein Schmidmühlener Urgestein eine hohe Auszeichnung

Mit einer großen Halbzeitsitzung zog der Heimat- und Kulturverein eine Bilanz über die vergangenen Monate, blickte aber auch schon hin zum Jahresende. Der Höhepunkt war aber die Ernennung von „Urgestein“ Friedbert Bruckmüller zum Ehrenmitglied. Er ist nach Günter Schmid der zweite, dem diese Auszeichnung zuteilwurde.
Vorsitzende Gabi Kirschner blickte auf einige Veranstaltungen zurück, die der Verein heuer bereits durchgeführt hat. Dabei stand natürlich das Kinderfest voran. Die Initiative dafür sei vom Verein ausgegangen, schließlich wurde es zusammen mit dem Markt Schmidmühlen organisiert. Mehrere tausend Besucher kamen, was die Organisatoren auch ein wenig stolz machte – zurecht, wie Gabi Kirschner sagte. Der Verein habe sich auch – soweit es die Personaldecke zuließ – mit eigenen Beiträgen an dieser Großveranstaltung beteiligt.
Ebenso positiv fiel das Resümee zum Fotowettbewerb aus, so die Vorsitzende weiter. Wie vor zwei Jahren habe der Kulturverein viele Fotos erhalten. Dank des Sponsorings durch die Raiffeisenbank Unteres Vilstal und durch die Sparkasse Amberg-Sulzbach konnten an die Sieger drei Geldpreise übergeben werden.
Die Wanderungen sind beliebt: Rund 250 Menschen beteiligten sich
Kirschner erinnerte auch an die beiden Wanderungen in den Truppenübungsplatz Hohenfels in Kooperation mit dem Bundesforst Hohenfels und der Pfarrei sowie die Marterwanderung in Zusammenarbeit mit der Pfarrei, an denen insgesamt rund 250 Personen teilnahmen. Daneben beteiligte sich der Kulturverein auch am Marktfest, besonders mit einem Programm für Kinder. Auch heuer war ein klassisches Konzert ein gelungener Fixpunkt Programm.
Mit Blick auf die kommenden Monate stehen am 26. Oktober um 17 Uhr die Hubertusmesse, am 2. November das Allerseelenschiffchen und am 7.Dezember ein Weihnachtskonzert im Hammerschlossstadel auf dem Programm.
Friedbert Bruckmüller ist bekannt als Leiter der Schola und Heimatmaler
Mit einem besonderen Dankeschön und einer hohen Vereinsehrung wurde Friedbert Bruckmüller bedacht: Er wurde zum Ehrenmitglied ernannt. Josef Popp, langjähriger Weggefährte im Fremdenverkehrs- bzw. im Heimat- und Kulturverein, hielt die Laudatio. Popp bezeichnete Bruckmüller als ein echtes Schmidmühlener Urgestein, dessen Engagement in die 1960er Jahre zurückreiche und bis heute anhalte.
Dazu gehörten unter anderem auch die Gründung und über viele Jahre die Leitung der Schola der Pfarrei St. Ägidius, die in den Anfangsjahren rund 40 Mädchen und Buben umfasste. „Alles aufzuzählen, was Du für den Markt getan hast, würde den Rahmen sprengen“, so Popp. Auch als Heimatmaler habe Friedbert Bruckmüller seine künstlerische Handschrift hinterlassen. Seine großen handgemalten Wandertafeln seien ein Markenzeichen des Marktes, fast schon ein Alleinstellungsmerkmal.
Auch beim Erasmus-Grasser-Festspiel brachte er sich ein: als Schauspieler und als Kulissenmaler. Über Jahrzehnte gehörte er der Vorstandschaft des Fremdenverkehrsvereins an.
Der Geehrte ist von der Auszeichnung sehr berührt
Josef Popp bezeichnete Friedbert Bruckmüller nicht nur als einen begnadeten, vielseitigen Künstler, sondern als einen Menschen, der seinen Heimatort liebe und seine Mitbürger schätze. Der Laudatio schloss sich auch Bürgermeister Peter Braun (CSU) an. Er dankte Friedbert Bruckmüller für sein vielfältiges Engagement für den Heimat- und Kulturverein und die Gemeinde. Vorsitzende Gabi Kirschner und Mathias Huger überreichten eine Urkunde, mit der Friedbert Bruckmüller die Ehrenmitgliedschaft übertragen wurde.
Dieser zeigte sich tief berührt und freute sich über die Anerkennung. „Es ist schön, wenn man im fortgeschrittenen Alter mit dieser Ehrung erfahren darf, dass die jahrzehntelange Arbeit und das Engagement für die Heimat und die Kultur nicht vergessen werden.“