Sennebogen in Wackersdorf darf bestehende Werkhalle umbauen

Es gehört schon zur Tradition, dass der Bauausschuss im Vorfeld der Heselbacher Kirwa eine Ditzung hält, die mit einem Ausflug nach Heselbach endet. Doch zuvor musste das Gremium Bauanträge abarbeiten, unter anderem vom Baggerhersteller Sennebogen.
Zunächst trafen sich die Ausschussmitglieder aber nicht im Sitzungssaal, sondern in der Villa Kunterbunt. Das Kinderhaus im Ortsteil Heselbach wird gerade umfassend saniert und für eine neue altersgemischte Gruppe bereit gemacht. Die Arbeiten liegen im Zeitplan, wie Matthias Strießl vom zuständigen Ingenieurbüro Haneder & Kraus beim Rundgang berichtete. Die letzten Arbeiten im Sanitärbereich laufen, Anfang September soll der Betrieb losgehen.
Betreuungsbedarf kann gedeckt werden
Das Gremium zeigte sich sehr zufrieden mit dem Baufortschritt. Nach der Sanierung stehen in der Villa Kunterbunt drei Kindergartengruppen und zwei Krippengruppen zur Verfügung. „Damit können wir den Bedarf abdecken“, sagte Wackersdorfs Bürgermeister Thomas Falter (CSU).
Anschließend befassten sich die Mitglieder des Bauausschusses mit mehreren Anträgen. So möchte ein Antragsteller auf einem Grundstück in Alberndorf, Irlacher Dorfstraße, eine landwirtschaftliche Werkstatthalle errichten. Das Vorhaben befindet sich im Dorfgebiet in einem Bereich ohne Bebauungsplan. Die Werkstatthalle hat eine Fläche von insgesamt 172 Quadratmeter. Dem Vorhaben wurde die Zustimmung erteilt.
Sennebogen investiert in Brandschutz
Einen weiteren Antrag stellte die Firma Sennebogen, die auf ihrem Grundstück im Industriegebiet Westlicher Taxölderner Forst (WTF), Oskar-von-Miller-Str. 3, die bestehende Werkhalle umbauen möchte. Im östlichen Bereich der Werkhalle soll dabei der bestehende überdachte Lagerbereich mit Seiten-/Außenwänden versehen werden. Weiterhin wird eine selbsttätige Feuerlöschanlage errichtet. Das Vorhaben befindet sich im Geltungsbereich des rechtskräftigen Bebauungsplanes WTF I und ist ein genehmigungspflichtiger Sonderbau, informierte Bürgermeister Thomas Falter. Auch diesem Vorhaben stimmte der Bauausschuss zu.
Ein weiterer Antragsteller möchte nach Abbruch des bestehenden Nebengebäudes auf dem Grundstück in der Knappenstraße 6 eine Lagerhalle mit den Ausmaßen von zehn Mal 30 Meter errichten. Das Grundstück befindet sich im Bereich des rechtskräftigen Bebauungsplangebietes Gewerbegebiet „An der Fabrikstraße“. Der Bauherr beantragte auch die Befreiung von den Festsetzungen des Bebauungsplans hinsichtlich der Dachneigung. Geplant ist ein Pultdach mit einer Dachneigung von zehn Grad. Gemäß. Bebauungsplan ist ein Satteldach mit einer Dachneigung von 30 Grad bis 40 Grad vorgeschrieben. Der Bauausschuss stimmte dem Antrag zu.
Bereits vor Beginn der Badesaison 2024 befasste sich der Bauausschuss im Rahmen einer Befahrung mit der Problematik einer sicheren Anlieferung von Chemikalien zum Technikgebäude des Panoramabades, die zum Betrieb des Schwimmbades notwendig sind.
Anlieferung ist mit Risiken verbunden
Dabei erläuterte der zuständige Bademeister Michael Meinhardt die Problematik bei der Anlieferung von Chemikalien für das Panoramabad. Insbesondere die enge Zufahrt zum Technikgebäude sowie die Hanglage macht das Anliefern der Behälter, in dem sich die Chemikalien für die Wasseraufbereitung des Freibades befinden, nicht ganz ungefährlich, so Meinhardt im April diesen Jahres.
Der Bauhof unter der Leitung von Bauhofleiter Volker Keil wurde damals beauftragt, Lösungsvorschläge zu erarbeiten. Nach eingehender Prüfung des Geländes am Technikgebäude Panoramabad durch Bauhofleiter Volker Keil ist es durchaus möglich, die Einfahrt mit einem größeren Tor auszustatten. Die Prüfung hat ergeben, dass ein sicheres Entladen auf einer schiefen Ebene nicht gewährleistet werden kann.
Das Risiko, dass die Paletten während des Entladevorgangs ins Rutschen geraten, ist auf einer geneigten Fläche deutlich erhöht. Dies könnte nicht nur zu Schäden an der Ware führen, sondern auch die Sicherheit der beteiligten Personen gefährden.
Der Bauhofleiter kam zu dem Vorschlag, das Entladen auf einer ebenen und stabilen Fläche durchzuführen, um ein sicheres und unfallfreies Arbeiten zu gewährleisten und die Ware im Anschluss mit geeignetem Gerät ans Technikgebäude zu verbringen. Dies wird künftig durch Mitarbeiter des Bauhofes erfolgen.