Eine Heimat für die Elektrobusse: Stadtwerk investiert zwölf Millionen Euro

In der Markomannenstraße wird gebaut: Bislang umfasst die gesamte Busflotte 115 Fahrzeuge, von denen bis Ende nächsten Jahres 41 vollelektrisch sein werden. Die Technikinsel ist für 50 Elektrobusse ausgestattet und – mit 100 Prozent Ökostrom betrieben.
Das Stadtwerk nimmt die Energiewende sehr ernst und nimmt viel Geld in die Hand, damit eine neue Busabstellhalle auf dem Gelände in der Markomannenstraße entstehen kann. „Regensburgs Busflotte wird in den kommenden Jahren immer mehr Elektrobusse umfassen, die eine entsprechende Ladeinfrastruktur und brandschutzsichere Abstellmöglichkeiten brauchen“, betonte Manfred Koller, Geschäftsführer von das Stadtwerk.
Zusammen mit Oberbürgermeisterin Gertrud Maltz-Schwarzfischer gab er den Startschuss für die umfangreichen Baumaßnahmen für die kommenden Monate. Insgesamt investiert das Unternehmen in allen drei Bauabschnitten rund zwölf Millionen Euro.
Ein emissionsfreier ÖPNV
Der erste Bauabschnitt, in dem eine Halle in der Größe von 30 mal 50 Meter bis Frühjahr 2025 entstehen soll und Platz für rund 50 Busse bietet, wird rund 5,5 Millionen Euro kosten. Wobei sich Koller bei der Regierung der Oberpfalz für die finanzielle Unterstützung und Förderung des Projektes im Vorhinein bedankte. „Ohne diese finanziellen Hilfen könnten wir diese Halle nicht stemmen“, so Koller weiter: „Bislang umfasst die gesamte Busflotte 115 Fahrzeuge, von denen bis Ende nächsten Jahres 41 vollelektrische sein werden.“
„Regensburg braucht einen möglichst emissionsfreien und attraktiven ÖPNV, um seine Klimaschutzziele zu erreichen“, stellte Maltz-Schwarzfischer fest. Deshalb sei es wichtig und notwendig, Geld für die entsprechende Infrastruktur für das Laden von Elektrobussen in die Hand zu nehmen. Dank der Förderung könne man dieses wichtige Projekt verwirklichen. Auf jeden Fall habe man die Kosten genau im Blick.
Projektleiterin Barbara Zurek vom Stadtwerk zeichnet für die Großbaustelle verantwortlich: „Es ist definitiv eine Herausforderung, dass wir den Bau in mehreren Bauabschnitten entstehen lassen. Erst einmal diese Pergola und im zweiten Schritt dann das Dach – später werden die Wände durchgezogen“.
Zu schützen sei ebenso die wertvolle Ladetechnik. Insgesamt 50 Busse können dann über Nacht wieder vollgeladen werden. Nach Fertigstellung der Pergola werde es eine kurze Planungsphase geben und danach kommt das Dach auf den dann bereits bestehenden Baukörper, so Zurek. Am Ende mit Fertigstellung des dritten Bauabschnitts soll das Dach sowohl begrünt sein als auch eine Photovoltaik-Anlage und Parkplätze darauf entstehen.
100 Prozent Ökostrom
Zudem wird es eine neue Ausfahrt in den Norden in die Benzstraße geben. Das ist aber Zukunftsmusik. Koller: „Wir haben uns im ersten Schritt für eine Technikinsel mit angrenzender Pergola in einfacher, aber stabiler Betonbauweise entschieden.“ Die Technikinsel ist fast fertig gestellt, für 50 Elektrobusse ausgestattet und – darauf legt Koller Wert – mit 100 Prozent Ökostrom von der Rewag betrieben.
Damit dieser Bau auch unfallfrei vonstattengeht, legten Maltz-Schwarzfischer und Koller eine Zeitkapsel in einen vorbereiteten Stein. Alle anwesenden Gäste, die mit an der Entscheidung, Planung, Finanzierung und Durchführung beteiligt waren und sind, durften auf einen Zettel einen Wunsch schreiben und ihn in die Zeitkapsel stecken. Schließlich gab es dann noch einen symbolischen Spatenstich.