Verschlossene Räume öffnen sich am Tag des offenen Denkmals in Regensburg

Von Martina Groh-Schad · 30. Juli 2024 um 10:00

Unter dem Motto „Wahr-Zeichen“ lädt die Stadt Regensburg am 8. September ein, tiefer in die Regensburger Stadtgeschichte einzutauchen und mehr über historische Gebäude und Orte in der Domstadt zu erfahren. Die Stadt beteiligt sich am bundesweiten Tag des offenen Denkmals der Deutschen Stiftung Denkmalschutz.

Mehr als 60 Orte stehen Besuchern offen. „Es gibt spannende Dinge zu entdecken“, sagte Oberbürgermeisterin Gertrud Maltz-Schwarzfischer bei der Vorstellung des Programms, das in diesem Jahr in eine kleine übersichtliche Broschüre gepackt wurde. „Reinschauen und mitmachen lohnen sich.“

Führungen zu Wahrzeichen

Zu den Höhepunkten des Programms der Stadt Regensburg in Kooperation mit vielen kirchlichen, öffentlichen und privaten Kooperationspartnern zählen Einblicke in Denkmäler, die der Öffentlichkeit sonst verschlossen sind. Offen stehen beispielsweise die Patrizierhäuser, das Jakobstor, das Taharahaus und die Säle im Domkapitelhaus. Dazu gibt es Spezialführungen wie zu den Wahrzeichen von Kumpfmühl oder zum kulturellen Jahresthema „Katzenjammer“.

Familien- und Kinderführungen rund das Programm ab, darunter ist auch eine Kinderrallye zu den Kleindenkmälern in der Altstadt. Wichtig war den Veranstaltern zudem, dass es barrierefreie Angebote gibt. „Wir wollen das Motto des Denkmaltags für alle umsetzen“, betonte Lorenz Baibl, Leiter des Stadtarchivs und der Denkmalpflege. Ganz bewusst seien im Programm auch Stadtteile wie Stadtamhof, Steinweg und Winzer aufgenommen worden, um an die Eingemeindung vor 100 Jahren zu erinnern. „Die Besucher können die Stadtteile neu kennenlernen.“

Dr. Eugen Trapp, Leiter des Amtes für kulturelles Erbe rät, die Marshallstraße 8 zu besuchen. Dort wurde ein Bürgerhaus saniert, das im Programm als wahre Schatzkiste angekündigt wird. Interessant sei, wie versucht wurde eine moderne Nutzung mit historischen Elementen wie barocken Raumfassungen in Einklang zu bringen. „Wir wollen die Perspektiven von Eigentümern und Nutzern einfließen lassen“, betonte er. Ein weiterer Tipp von ihm ist der Besuch der Magdalenakapelle von St. Emmeram, wo es neue Erkenntnisse zu den Wandmalereien gibt.

Auch Stadttheater ist dabei

Kulturreferent Wolfgang Dersch wies darauf hin, dass das Stadttheater mit drei Standorten dabei ist. Ein besonderer Ort im Programm sei die Nibelungenkaserne. Im Degginger gebe es die Möglichkeit für Besucher bei Kaffee und Musik eine Pause einzulegen. Viele Denkmäler stehen ohne Führung und zeitlich flexibel offen, aber es gibt auch Denkmäler, die nur in einem festen Zeitfenster besichtigt werden können, zum Teil sind vorab Anmeldungen erforderlich.

Welche Voraussetzungen für das jeweilige Denkmal gilt, sollten Interessierte daher im Programm vorab prüfen. Weitere Informationen und Ansprechpartner finden Sie unter www.regensburg.de/denkmaltag. Das Programm ist auch in gedruckter Form in den Tourismusbüros und im Amt für kulturelles Erbe erhältlich. Auskünfte erhalten Sie am Tag des offenen Denkmals am Info-Stand im Runtingerhaus oder unter der Telefonnummer (0941)5072453.

Stellten das Programm für den Tag des offenen Denkmals der Stadt Regensburg vor: Dr. Maximilian Fritsch, Lorenz Baibl, Oberbürgermeisterin Gertrud Maltz-Schwarzfischer, Wolfgang Dersch und Dr. Eugen Trapp (von links). Foto: Martina Groh-Schad