Vom ältesten Wirtshaus der Welt ins Fernsehen: Eilsbrunner Muk Röhrl ist bei Sat.1 zu sehen

Muk Röhrl, Chef des ältesten Wirtshauses der Welt in Eilsbrunn, hat schon viel Fernseh-Erfahrung. Sein Auftritt bei dem Sat.1-Format „Wer kocht das beste für die Gäste?“ war allerdings etwas Besonderes, wie der bekannte Gastronom im MZ-Gespräch sagt. Die Sendung wird Mittwochabend ausgestrahlt.
Dass Kamerateams in seinem Gasthaus drehen, sei nichts Neues mehr. Beim Sat.1-Dreh sei er allerdings das erste Mal Teil einer Studio-Produktion gewesen, erzählt Röhrl. „Allein was die schiere Zahl an Leuten angeht, macht das einen riesigen Unterschied. Das ist schon was Besonderes.“ Gemeinsam mit seinem Küchenchef Stefan Schmied fuhr Röhrl Mitte Mai nach Köln. „Mit gesundem Respekt“, betont er. „Wir wussten ja nicht, was uns erwartet.“
Muk Röhrl kocht gemeinsam mit Berliner Spitzenkoch
Jede Folge der Sat.1-Kochshow steht unter einem besonderen Motto. Die Episode, in der Röhrl und Schmied die Kochlöffel schwangen, drehte sich um die süddeutsche Küche. Vor Ort wurden die beiden Eilsbrunner dem Berliner Koch The Duc Ngo zugelost. Gemeinsam traten sie gegen ein Team aus Baden-Württemberg an, das an der Seite von Star-Koch Frank Rosin ins Rennen ging. Röhrl vermutet, dass er aufgrund des Mottos ausgewählt wurde. „Die haben sich wahrscheinlich gedacht, dass sich die vom ältesten Wirtshaus der Welt schon mit bayerischer Küche auskennen werden.“
Der Dreh im Kölner Studio dauerte insgesamt zwölf Stunden, erzählt Röhrl. Dabei habe er The Duc Ngo erst kennengelernt, als die Kameras angingen. Da müsse man locker bleiben, sagt der Eilsbrunner. „Ich bin zu ihm hin: Servus Duc, i bin da Muk.“ In der Sendung selbst wurden drei Themen vorgegeben, die sein Team aber auch erst erfuhr, als der Dreh begann. „Das ist natürlich schon arg spontan. Andererseits macht es das auch interessant.“ Das erste Thema lautete „Nonna“. „Wir wollten das Gefühl transportieren, das man früher hatte, wenn man vom Spielen heimgekommen ist und die Oma gekocht hat.“ Die Herausforderung dabei: „Wir als bayerische Buben vom Dorf haben da eine ganz andere Vorstellung als Duc, der aus Vietnam stammt.“
Muk Röhrl will mit Sympathie punkten
Röhrl hat durchaus Erfahrung damit, vor der Kamera zu kochen. Regelmäßig lädt er sich regionale Berühmtheiten ein und kocht mit ihnen in seiner Küche. Das Ganze überträgt er dann live ins Internet. So eine große Produktion sei aber noch mal etwas anderes. „Man weiß ja nie, was der Schnitt draus macht.“ Er habe sich beispielsweise viel mit den Gästen unterhalten, um dort Sympathie-Punkte zu sammeln. Schließlich entscheiden die Zuschauer im Studio schlussendlich darüber, wer gewinnt. „Wenn die jetzt nur zeigen, wie ich mit den Gästen ratsch, steh ich am Ende halt ein bissl faul da“, sagt Muk und muss lachen.
Unter dem Strich sei er jedenfalls sehr glücklich, in der Sendung dabei gewesen zu sein. Im Format sei sogar ein Gericht entstanden, das künftig auf der Karte im ältesten Wirtshaus der Welt stehen wird. Um welche Kreation es sich dabei genau handelt, darf Röhrl erst verraten, wenn die Sendung Mittwochabend über die Bildschirme geflimmert ist. Dann wird der Eilsbrunner übrigens mit seiner Wirtshaus-Truppe ein kleines Public-Viewing machen und sich selbst im Fernsehen beim Kochen zuschauen – oder beim Ratschen, wenn es der Schnitt nicht ganz so gut mit ihm gemeint hat.