5760 Schulstunden in Abensberg haben sich ausgezahlt

Von Wolfgang Abeltshauser · 22. Juli 2024 um 15:00

Die ehemaligen Schülerinnen und Schüler des mittlerweile 60. Abschlussjahrgangs der Johann-Turmair-Realschule Abensberg erhielten jetzt von Schulleiter Peter Spateneder ihre Zeugnisse der Mittleren Reife in die Hände gedrückt. Zahlreiche von ihnen hatten darin eine Eins vor dem Komma stehen.

Bevor er in seiner Verabschiedungsrede auf deren Zeit an der Abensberger Bildungseinrichtung zurückblickte, forderte Spatenende Eltern und Lehrer dazu auf, für die Leistungen ihrer Schützlinge zu applaudieren.

Nicht nur in Spateneders Augen haben die jungen Männer und Frauen das verdient. „Was Ihr gelernt habt, macht Euch fit für die Zukunft“, rief ihnen etwa stellvertretender Schulleiter Michael Achter entgegen. Bundestagsabgeordneter Florian Oßner stellte fest: „Ihr habt einen wichtigen Schritt im Leben gemacht.“

Spatendeder kleidete seinen Rückblick zum Teil in Zahlen. So liegen 832 Schulstunden Deutsch, 786 in Englisch und 736 in Mathematik hinter den jungen Männern und Frauen. Alles zusammengerechnet drückten sie in 5760 Schulstunden an der Realschule die Schulbank.

Persönlichkeiten geworden

Elf Jahre alt waren sie, als sie 2018 in der fünften Klasse anfingen. „Mittlerweile seid Ihr Persönlichkeiten geworden.“ Jeder einzelne habe jetzt mehr Freiheit, aber auch mehr Verantwortung. Es sei notwendig, dies ins Gleichgewicht zu bekommen. Er rief ihnen zu, Empathie zu empfinden, ehrlich und keine Egoisten zu sein. Zu den Klängen von Peter Schillings Major Tom erhielten die jungen Männer und Frauen schließlich aus seinen Händen ihre Zeugnisse.

Abensbergs stellvertretende Bürgermeisterin Marion Huber-Schallner stellte fest, dass es im Leben der jungen Menschen neue Entscheidungen und Herausforderungen geben werde. Sie werden Erfolge feiern, aber auch Niederlagen einstecken müssen. Wichtig sei, sich von denen nicht den Lebensmut nehmen zu lassen. Außerdem dankte sie denen, die mitgeholfen hätten, dass die Prüfungen erfolgreich waren: „Den Lehrern und den Eltern.“

Oßner erinnerte die Entlassschülerinnen und -schüler daran, dass es in ihrem Leben weitere Anstrengungen bedürfe. In Deutschland gebe es einen hohen Lebensstandard, der müsse auch erarbeitet werden.

Den richtigen Beruf finden

Er hoffe für sie, dass sie einen Beruf finden, der ihnen gefällt. Dann könne Arbeit Spaß machen und erfüllend sein. Wie in den vergangenen Jahren gab es an der Johann-Turmair-Realschule keine klassische Entlassfeier mit allen Beteiligten in der Aula oder Sporthalle.

Die einzelnen Klassen durchliefen mit ihren Eltern und weiteren Gästen einzelne Stationen auf dem Schulgelände, an denen es Grußworte und Reden zu hören gab, die Zeugnisse und Ehrenpreise verteilt wurden. Es sprachen nicht die Jahrgangssprecher, sondern die jeweiligen Klassensprecher Abschlussworte. Dabei war zu hören, dass man sich nicht nur ans Lernen erinnern werde, sondern an die gemeinsamen Erlebnisse. An den einzelnen Stationen gab es wie immer Musik. Da war die Schulband zu hören, ein Lehrerchor hatte sich gebildet. Anschließend gab es von den Lehrern organisierte Getränke für die vielköpfige Festgesellschaft.

Besondere Auszeichnungen

Beste Ergebnisse: Olivia Richter und Julia Schweiger (beide 1,0), Annika Fenzl (1,18), Marcel Kunz, Marlies Lammel, Hannah Schweiger und Haakon Spickenreuther (alle 1,27), Jasmin Slowakiewicz und Selina Steibel (jeweils 1,33), Judith Fenzl und Sztella Szabo (jeweils 1,36), Clara Flierl und Hannah Meixner (jeweils 1,42), Alicia Szabo (1,45) sowie Hannah Mehringer (1,5)

Beste in den Ausbildungszweigen: Naturwissenschaft: Annika Fenzl, Sprachen: Hanna Schweiger; Wirtschaft: Julia Schweiger; Sozialwesen: Sophia Listl

Soziales Engagement: Tanja Mehnert, Hannah Mehringer, Nicole Braun, Stella Szabo, Emma Pernpaintner

Die Schulband trat bei der Entlassfeier auf. Foto: Abeltshauser