Neue Hallertauer Bierkönigin gekrönt

Mainburg. Beim Mainburger Hopfenfest wurde vor neun Jahren die Idee, eine „Hallertauer Bierkönigin“ zu wählen, erstmals in die Tat umgesetzt. In diesem Jahr wurde Karolin Ruhfass, eine Mainburgerin aus Überzeugung, zur Königin gekrönt.
Sie ist zwar in Abensberg aufgewachsen, aber seit fünf Jahren ist sie bei der Firma Wolf in Mainburg beschäftigt und macht derzeit ihren Meister in Klima- und Wärmetechnik. Sie arbeitet und wohnt nicht nur in Mainburg, sondern betont auch: „Die Stadt Mainburg liegt nicht nur im Herzen der Hallertau, sondern auch in meinem Herzen. Bier ist für mich nicht nur Tradition, sondern Handwerkskunst.“ In Mainburg ist auch ihr Freundeskreis. Das Königinnenamt ist bei der Familie Ruhfass nichts Neues. Mutter Barbara war in jungen Jahren Königin und aktuell ist Karolins Zwillingsschwester Gillamoos-Dirndlkönigin.
Wie Bürgermeister Helmut Fichtner feststellte, hat die scheidende Bierkönigin Alina Schäffler das Amt so bekannt und attraktiv gemacht, dass sich heuer fünf junge Damen um das Amt bewarben.
Keine Verlierer gewünscht
Im Gegensatz zu anderen Wahlen wollte die Stadt Mainburg keine Wahl im Bierzelt, bei der es nicht nur Sieger, sondern immer auch Verlierer gibt. Die Bewerberinnen konnten sich stattdessen bei der Stadt Mainburg melden. Ein Gremium aus Bürgermeister Helmut Fichtner, Christin Gundermann-Fritz vom Stadtmarketing, Festbeauftragter Alfred Rammelmeier, der amtierenden Bierkönigin Alina Schäffler und Jörg Rudloff führte Bewerbungsgespräche mit den Damen und traf dann eine Entscheidung. Karolin Ruhfass präsentierte sich so sympathisch und geeignet, dass sie zur Königin gewählt wurde.
Am Hopfenfestsonntag begrüßte die Musikkapelle „Sumpfbiber“ zahlreiche Produktköniginnen vom Donaumoor bis zum Rottal musikalisch auf der Bühne. 2. Bürgermeisterin Hannelore Langwieser übernahm die Moderation der Verabschiedung und der neuen Krönung und wollte erst einmal wissen, woher die jungen Damen kommen, welches Produkt sie vertreten und vor allem, wie sie die scheidende Bierkönigin kennengelernt hatten. Es stellte sich heraus, dass einige der Königinnen Mainburg kennen, weil sie da einen Bulldog oder andere Produkte bei den örtlichen Firmen gekauft hatten. Langwieser ergänzte mit Blick auf die Schuhe der Damen augenzwinkernd, sie sollten sich mal „gscheite Schuhe bei Haix kaufen“.
Herzlicher Abschied
Danach verabschiedeten die Feilnbacher Apfelkönigin und die Gillamoos-Vizekönigin ihre Kollegin Alina mit besonderen Worten und Anekdoten aus ihrer gemeinsamen Königinnen-Vergangenheit.
Bürgermeister Fichtner überreichte mit dankenden Worten Blumen für ihre überaus erfolgreiche Regentschaft. Alina selber verabschiedete sich tränenreich und emotional von ihrem „Volk“.
Dann bestimmte Langwieser Josef Brandl jun. der zufällig vor der Bühne saß, er solle nun die neue Königin gebührend als Bürgermeisterstellvertreter abholen und zur Bühne begleiteten, da der Bürgermeister selber ja schon auf der Bühne sei.
Dann erhielt Karolina von ihrer Vorgängerin die Krone und die Schärpe, von Bürgermeister Fichtner eine „Mai-Tasche“ mit allem, was eine Königin benötigt, und einen Blumenstrauß.
Die neue Bierkönigin stellte sich ihrem Volk dann sehr sympathisch und in die Stadt Mainburg verliebt vor und erhielt dafür tosenden Applaus nicht nur von ihren Fans, sondern vom ganzen Bierzelt.
Bürgermeister Fichtner wünschte ihr ein traumhaftes Königinnenjahr und dankte Festwirt Anthofer für den Einsatz beim Hopfenfest, sowie Königinnen-Organisatorin Gundermann Fritz und Hannelore Langwieser für ihren ganzen Tag als Moderatorin.