Brantl-Areal: Investor sieht „gutes Zeichen“ in Stadtrats-Beschluss und hofft auf Baurecht

Von Oliver Hausladen · 17. Juli 2024 um 11:00

Als „gutes Zeichen“ wertet es der Vorstandsvorsitzende des Investors, der Raiffeisenbank Chamer Land, Reinhard Paulus, dass der überarbeitete Bebauungsplan für das Brantl-Areal vom Rodinger Stadtrat bei nur einer Gegenstimme genehmigt wurde.

„Wir haben alle gewünschten Änderungen der Fachstellen und Behörden eingearbeitet“, sagt Paulus, der deshalb auch optimistisch ist, dass von dieser Seite bei der erneuten Auslegung und Beteiligung keine großen Bedenken mehr kommen.

Einen Zeitplan, wann das große Loch mitten in der Stadt verschwinden soll, will er aber nicht nennen, zumal weiter mit Einwendungen von Nachbarn zu rechnen sei: „Wir müssen jetzt erst einmal Baurecht bekommen, dann geht es in die Feinplanung.“

Auch im Stadtrat war man allergrößtenteils der Meinung, dass die vielen Vorgaben der Fachbehörden in die Planungen eingearbeitet wurden.

Stadt wünscht Bebauung

Das Loch müsse endlich weg, waren sich Bürgermeisterin Alexandra Riedl und die Stadträte einig. Seit mittlerweile schon fünf Jahren gibt es die markante Baugrube an der Regensburger Straße.

Ein erster Bebauungsplan des Investors scheiterte in der Auslegungsphase, da es zu viele Einsprüche durch Nachbarn und Fachstellen der Regierung der Oberpfalz gab. Auf dem Areal einer ehemaligen Brauerei sollen vor allem große Wohngebäude entstehen, was auch aus Sicht der Stadt sehr wünschenswert sei, wie Riedl in der Sitzung betonte, der Bedarf in diesem Sektor sei hoch.

Um seine nach ökonomischen Gesichtspunkten orientierten Wünsche zu verwirklichen, ohne städtebaulich anzuecken, seien in der neuen Planung zahlreiche Änderungen vorgenommen worden, erläuterte Philipp Demel vom Bauamt der Stadt. Mit diesem und mit dem Städteplaner habe die Raiffeisenbank Chamer Land eng zusammengearbeitet, um Lösungen zu finden, die für beide Seiten akzeptabel sind, was auch gelungen sei: „Wir sind da denke ich jetzt auf einer Linie“, erläutert der Vorstandsvorsitzende.

Die Einwände in der erneuten Auslegung werden dann wieder im Stadtrat abgewogen, letztlich werde es auch darum gehen, Kompromisse zu finden.

Noch kein Zeitplan

Auf einen Zeitplan will sich Paulus auch angesichts der langen Vorgeschichte nicht festlegen. Eigentlich hatte die Raiffeisenbank das Gelände mitten in der Stadt gleich nach Kauf Mitte 2019 und dem Abriss der alten Brauereigebäude bebauen wollen. Nun müsse erst einmal Baurecht vorliegen, dann könne es in die Feinplanung gehen, so Paulus. In der Zeit seit dem Kauf des Areals habe sich auch einiges geändert, „damals hätten wir wahrscheinlich noch größere Wohnungen gebaut, jetzt geht der Trend eher zu mehreren kleinen“, erläutert der Vorstandsvorsitzende ein Beispiel. Auch ob gleich gebaut werde, wenn das Baurecht da ist, sei offen und hänge von der aktuellen Marktsituation ab.

Wenn dann die Feinplanung beginnt, wolle die Raiffeisenbank auch dem Wunsch aus dem Stadtrat nachkommen, Visualisierungen der geplanten Gebäude zu liefern. „So weit sind wir einfach noch nicht“, erläutert er – aber immerhin sieht er das Projekt jetzt wieder auf einem guten Weg.