Möbel Jonida ist neu an der Regensburger Straße – Inhaber sehen Marktlücke in Schwandorf

„Markenmöbel zum halben Preis“ – Das ist das Motto des neuen Möbelhauses Jonida in der Regensburgerstraße 41. Der Laden der Geschäfts- und Ehepartner Nikola und Josef Danis aus Maxhütte-Haidhof will mit einem Outlet-Konzept den Shoppingfreunden in Schwandorf Designermöbel zu erschwinglichen Preisen anbieten.
Am Donnerstag wurde das Geschäft im Beisein von Oberbürgermeister Andreas Feller (CSU) und Pfarrer Andreas Schinko von der Pfarrei Herz Jesu offiziell eröffnet. Bei einem Rundgang kurz vor der Eröffnung stellten die Chefs ihr Konzept vor und verrieten der Mittelbayerischen, welche namhaften Polstermöbelhersteller gerade im Trend sind.
Günstiger als im Internet
Der drehbare Relaxsessel Lillyse der Marke Leonique aus dunkelgrünem Veloursstoff mit Schaukelfunktion wird bei einem bekannten Versandhaus für 499,99 Euro angeboten. Der Preis scheint stark reduziert, die unverbindliche Preisempfehlung des Herstellers liegt bei 949,49 Euro. Das Möbelstück kann darüber hinaus innerhalb von vier Wochen geliefert werden. Ein Schnäppchen für einen Designersessel einer bekannten Marke, denkt man beim Stöbern im Internet.
Im neu eröffneten Möbelhaus Jonida kostet der exakt gleiche Wohnzimmersessel dagegen nur gerade mal 249Euro – und kann sofort mitgenommen werden. Wie kann das möglich sein?
Laut dem Inhaberehepaar Danis sorgen diese Schnäppchenpreise immer wieder für großes Erstaunen bei den Kunden. „Viele denken zuerst, das kann doch gar nicht möglich sein, und fragen ob die Waren schon benutzt oder überhaupt echt seien“, meint Nikola Danis und muss schmunzeln. Aber das Geheimnis ihrer Tiefpreise sei schlicht und ergreifend die Konsequenz des Outlet-Prinzips, so die Geschäftsfrau.
Der Begriff Outlet meint im deutschen laut Wikipedia eine Verkaufsstelle, in der Waren aus nicht mehr aktuellen Kollektionen, Rückläufer des Handels oder schlicht Ware aus Überproduktionen oder Geschäftsauflösungen zu günstigeren Preisen angeboten werden. Nikola Danis betont, dass ihre Ware dabei die gleiche hohe Qualität wie bei den großen Möbelriesen habe.
„Wir sind ein Familienunternehmen, gehören zum GfM-Trend-Einkaufsverbund und machen das bereits seit 2015 auch in anderen Städten“, erklärt die Chefin. Möbel Jonida habe größtenteils kein dauerhaftes Programm, sondern wechselnde Angebote, die es nur gibt, solange der Vorrat reicht. Auf den Standort Schwandorf sei man gekommen, weil es hier eine Lücke im Bereich der Möbel-Outlets gebe.
Rolf Benz und Zehdenick
Im Angebot seien vor allem bekannte Marken wie Rolf Benz, Guido Maria Kretschmer, Inosign oder Zehdenick, „der Ferrari unter den Möbelherstellern“, wie Danis betont. Man konzentriere sich eher auf Polstermöbel, habe aber auch oft Betten, Sideboards oder Schränke abwechselnd im Sortiment.
„Wir wollen Qualität auch für das kleinere Portemonnaie bieten“, fasst Nikola Danis ihr Ziel zusammen. So gebe es den Schaukelsessel „Anika“ der Marke Inosign in Dunkelgrün und Schwarz auf Kufengestell für 149 Euro. Oder den drehbaren Relaxsessel „Seet“ von Guido Maria Kretschmer inklusive Hocker für 250 Euro.
Bei der Einweihungsfeier erteilte Pfarrer Andreas Schinko den Räumen den kirchlichen Segen und schloss darin die Beschäftigten und Kunden mit ein. Oberbürgermeister Andreas Feller wünschte den Betreibern alles Gute und viel Erfolg. „Das sieht ja alles sehr vielversprechend aus“, sagte er mit Blick auf das Angebot. Der Rathauschef wies darauf hin, dass das Möbelgeschäft an Schwandorfs „zweitfrequentiertester Straße“ liege. Für den Standort spreche auch die entstehende Wohnanlage für Senioren in unmittelbarer Nähe. „Vielleicht ergeben sich ja Synergieeffekte“, so der OB.
