Großereignis auf der Ranch von Pferdeexperte Bernd Hackl: 30 Teilnehmer bei Extreme-Trail erwartet

Reitstunden, die Pferdezucht, „Roundpen-Rendevouz“-Shows in ganz Europa, dazu noch die Organisation des zweiten Laufs zur German Open im Extrem-Trail am 21. Juli – langweilig wird Bernd Hackl und seiner Co-Trainerin Kerstin Rester sicherlich nicht.
„Die Stunden braucht man nicht zählen“, sind sich die beiden auf der 7P-Ranch in Bruckmühl (Gemeinde Michelsneukirchen) einig, aber ebenso darin, dass sie es gerne tun: „Man sieht die Entwicklung bei den Pferden und viele Menschen kommen durch die Arbeit mit den Tieren wieder runter vom stressigen Alltag“, hat der bekannte Pferdetrainer festgestellt.
Am Wochenende noch in der Schweiz
Erst am Wochenende waren Hackl und Rester in der Schweiz bei einem „Roundpen-Rendezvous“. Angelehnt an seine jahrelange erfolgreiche Live-Tour, holt er sich bei dieser Veranstaltung Trainerkollegen in Reit-Arenen in ganz Europa mit dazu. In je zwei Arbeitseinheiten bekommt jeder der Trainer die Gelegenheit, seine Arbeit am Pferd vorzustellen, zu kommentieren und praxisnah zu erklären. Für den Zuschauer ergibt sich die einmalige Gelegenheit, das von Pferd zu Pferd abgestimmte Training zu beobachten und zeitgleich den Erklärungen des Trainers zu folgen.
Die Live-Shows gibt es schon lange, erläutert Hackl, nur der Zulauf sei heute ein ganz anderer als früher. Seit er durch die VOX-Sendung „Die Pferdeprofis“ einem Millionenpublikum bekannt wurde, wollten viele ihn und seine Arbeit live sehen. „Am Anfang haben wir das vor ein paar Leuten auf Pferdehöfen gemacht, jetzt jubeln uns 1000 Menschen zu, das ist schon toll“, erzählt er. Die TV-Sendung habe seinen Bekanntheitsgrad enorm erhöht, ist er sich bewusst, auch wenn das Ende nicht wie gewünscht verlaufen sei.
Konkurrenzgedanke steht nicht im Vordergrund
Aber stillstehen und sich grämen gibt es nicht für Hackl und Rester, so steht momentan die Organisation einen großen Events auf der 7P-Ranch an: Am Sonntag, 21. Juli, findet dort der zweite von drei Läufen der deutschen Meisterschaft im Extreme-Trail statt. 25 bis 30 Pferde plus ihre Reiter werden dabei erwartet.
Ein Extreme-Trail ist ein Parcours, der aus natürlichen Materialien erstellt wird und in verschiedenen Schwierigkeitsgraden von den Pferden und ihren Reitern zu überwinden ist. Dabei geht es nicht um Geschwindigkeit, sondern um Genauigkeit und darum, etwas gemeinsam mit dem Tier zu schaffen, betont Rester. „Der Konkurrenzgedanke ist glücklicherweise im Extrem-Trail noch nicht so ausgeprägt. Hier gönnt jeder dem anderen alles“, beschreibt Hackl die „entspannte Atmosphäre“, die bei den Veranstaltungen herrsche.
Um für das Großereignis gewappnet zu sein und den Teilnehmern beste Bedingungen zu bieten, wurde der Parcours auf Vordermann gebracht. Unter anderem wurden alle Holzhindernisse getauscht und eine neue Hängebrücke installiert. Der Extreme-Trail sei ein Alleinstellungsmerkmal, sagt Hackl, das allerdings auch Pflege und Investitionen bedürfe.
In drei verschiedenen Schwierigkeitsgraden gilt es, Hindernisse Hügel und Plateaus, Baumstämme, Brücken, Stege, Gräben, Auf- und Abstiege aus Holz oder eine große Wippe zu überwinden. 15 Hindernisse gibt es insgesamt, aber nicht alle Pferde müssen jedes überwinden. Eine Besonderheit seien sogenannte 3D-Hindernisse, wie Rester erklärt. Da ein Pferd nur zweidimensional sehe, sieht es nicht, was direkt unter ihm ist. Deshalb muss der Reiter das Tier per Kommando darauf hinweisen, den Kopf nach unten zu nehmen, und nachzusehen, wie es weiter geht. „Das ist auch ein großer Vertrauensbeweis“, sagt Rester.
Speziell geschulte Preisrichter
Zwei Preisrichter pro Hindernis achten darauf, ob alles richtig durchgeführt wird, sie müssen speziell geschult sein. „Uns ist es wichtig, dass auch bei uns in der Region solche Veranstaltungen stattfinden können“, betonen Hackl und Rester. Der erste Run zu den German Open hat in Schrobenhausen stattgefunden, der zweite folgt am Sonntag, 21. Juli, in Michelsneukirchen, bevor am 3. und 4. Oktober auf Gut Hammerberg in Auerbach das Finale steigt. Dort wird Hackl, wie auch auf der 7P-Ranch, die Veranstaltung auch kommentieren.
„Wir würden uns über viele Besucher freuen“, sagen Hackl und Rester. Beginn ist um 9 Uhr, gegen 17 bis 18 Uhr soll der Wettbewerb zu Ende gehen. Es werden Essen und Getränke angeboten, auch gibt es im Ranchshop alles rund ums Pferd zu kaufen.
Und nach der Großveranstaltung in Bruckmühl geht es für Hackl und seine Co-Trainerin weiter mit den nächsten „Roundpen-Rendezvous“ und den Reitstunden.
Comedy-Tour im Herbst
Dort ist der Zulauf groß, wie beide berichten, viele Stammkunden kommen schon seit vielen Jahren und durch die „Pferdeprofis“ sind noch viel mehr Menschen auf die Ranch und die Arbeit dort aufmerksam geworden.
Und weil Hackl ohnehin nicht nichts tun kann, geht es im Herbst auch mit seiner Comedy-Tour weiter – dann (ausnahmsweise) ohne Pferde.
Allgemeine Infos für Zuschauer
Zweiter von drei Runs: Der zweite von drei Runs der German Open im Extreme-Trail findet am Sonntag, 21. Juli, auf der 7P-Ranch von Bernd Hackl in Bruckmühl in der Gemeinde Michelsneukirchen statt.
Einlass ab 8 Uhr: Einlass ist ab 8 Uhr, dann gibt es auch eine Begehung des Geländes und eine Einführung in die Hindernisse sowie die Anforderungen für die Teilnehmer.
Wettbewerb beginnt um 9 Uhr: Der Wettbewerb beginnt dann um 9 Uhr
Essen, Getränke und „alles rund ums Pferd“: Es werden Speisen und Getränke für die Besucher angeboten, zudem ist der Ranchshop geöffnet. Dort gibt es „alles rund ums Pferd“, informiert Bernd Hackl – auch Ausgefalleneres wie etwa Schmuck für Pferdehaare.
Keine Hunde erlaubt: Hunde können nicht mitgenommen werden.
Bernd Hackl moderiert: Bernd Hackl übernimmt die Moderation des Ereignisses.