Miteinander feiern – Egal, woher man kommt

Neunburg. Miteinander reden und miteinander feiern ist die beste Basis für ein friedliches und harmonisches Zusammenleben von Menschen unterschiedlicher Herkunft.
In Neunburg mit einem Ausländeranteil von rund 15 Prozent, der sich aus beruflich Etablierten wie Geflüchteten zusammensetzt, hat sich dazu das Fest der Vielfalt etabliert, das einmal jährlich im Garten des Theresa-Gerhardinger-Hauses gefeiert wird. Bei den derzeit herrschenden, eher wechselhaften Wetterbedingungen, hatten die Veranstalter diesmal das Glück der Tüchtigen.
Grüße in 13 Sprachen
Allerdings meinte es die Sommersonne fast sogar etwas zu gut. Schattenspender waren angesichts von 33 Grad in der Sonne besonders gefragt. „Bislang konnten wir immer mit rund 350 Besuchern rechnen, heuer werden es wohl gut 100weniger sein“, erklärte Alexander Lottner für das Organisationsteam. Einige von ihnen hätten dann wohl doch einen Besuch im Erlebnisbad vorgezogen.
Schon zur Tradition gehörte, dass Lottner in seiner Eigenschaft als Moderator, den Gästen in nicht weniger als 13 Landessprachen einen Willkommensgruß entgegen brachte, vom englischen „Welcome“ bis zum türkischen „Hosgeldiniz“ und schließlich einem „Servus beinand“ auf Bayerisch.
Besonders begrüßte er Adel Kaddah, Wael Abdi und Susanna Usmanova, die es übernommen hatten, den kurzen offiziellen für ihre Landsleute auf arabisch, kurdisch und ukrainisch zu übersetzen. Dank zollte er unter anderem Schwester Christine als Leiterin der Kindertagesstätte und seinen Mitstreitern des Pfarrgemeinderates von St. Josef. Besonders bezog er natürlich die Eltern mit ein und all die vielen Helfer, die in ihren heimischen Küchen fleißig waren, um auch kulinarisch „vielfältig“ zu sein.
Unterschiede ergänzen sich
Lottner empfahl, lieber zweimal zum Buffet zu gehen, damit nichts weggeworfen werden müsse. Zweite Bürgermeisterin Margit Reichl (CSU) unterstrich, „Heute feiern wir die Vielfalt Neunburgs“. Es sei schön zu sehen, wie viele Länder und unterschiedliche Kulturen hier vereint seien. Es sei einfach schön, bei dieser Gelegenheit auch einmal Einblick in fremde Kulturen zu erhalten.
So wie hier bei der Vorbereitung und Durchführung zusammengearbeitet werde, sei dies ein wertvoller Beitrag zur Integration.
Nicht unerwähnt ließ sie in diesem Zusammenhang die ebenso wichtige Integrationsarbeit in Kindertagesstätten und Schulen. Das Miteinander, unabhängig von Muttersprache und Herkunft, fördere auch das gegenseitige Verständnis. In Verbindung mit den zu erwartenden kulinarischen Köstlichkeiten verwies sie auf die dabei entstehenden Emotionen. Die Verständigung werde so im wahrsten Sinne des Wortes „in kleinen Häppchen“ gefördert. Pfarrer Stefan Wagner hielt sein Grußwort diesmal kurz und beschränkte sich auf den Wunsch für Spaß und gute Gespräche.
Auf dem Programm standen verschiedene Stationen, vom Glitzertattoo bis zum Torwandschießen. Ein besonderes Angebot hatten Samuel Reinhard und Lucia Koch. Bei ihnen konnten Groß und Klein nach Herzenslust Din-A5-Tafeln mit Acrylfarben bemalen. Aus den Bildern sollte später ein digitales Kunstprojekt entstehen. Die eigenen Werke konnten nach dem Fotografieren mit nach Hause genommen werden.



