Neue Kunst im Neumarkter Stadtpark – Wann verschwindet der Bauzaun?

Von Petra Schlierf · 1. Juli 2024 um 19:00

Neue Kunst ist seit gut einer Woche im Neumarkter Stadtpark zu finden. Drei neue Werke wurden aufgestellt. Derweil laufen die Arbeiten im Erweiterungsbereich auf Hochtouren. Und auch der Abbau der Bauzäune am schon freigegebenen Teil ist in Sicht, verrät die Stadt.

Derweil können die Besucher während der Öffnungszeiten die neuen Kunstwerke erkunden. Zwar erinnert ein Werk davon in der Form ein wenig an den mysteriösen Monolithen von Utah, der 2020 in der Einsamkeit der Wüste im Westen der USA aufgetaucht ist. Doch anders als beim spiegelnden Monolithen ist beim Neumarkter Exemplar unter Laubbäumen die Herkunft klar: Herbert Peters hat die „Große Stele“ geschaffen. Sie wurde vor gut einer Woche im „Blauen Tal“ aufgestellt und ist Teil des Skulpturenpfads, der in diesem Teil des neu gestalteten Stadtparks entsteht. Einige Meter weiter hat ein weiteres Werk von Peters Platz gefunden, das aus zweiten Teilen besteht und „Ohne Titel“ geblieben ist.

Im Park treffen sich so gewissermaßen drei alte Bekannte wieder: Michael Croissant, dessen „Großes Kopfmotiv“ bereits im Frühjahr ins Blaue Tal umgezogen war, Herbert Peters mit den beiden Neuzugängen und Lothar Fischer.

Auch eines seiner Kunstwerke ist in den Stadtpark gezogen, und zwar an ein ganz besonders idyllisches Plätzchen. Zwischen Wasser und Land ans Ufer des Parkweihers ist das Fundament des Werks „Großes gesockeltes Idol“ platziert.

Bei den drei neu eingezogenen Kunstwerken handelt es sich nach Angaben der Stadt erneut um Schenkungen an das Museum Lothar Fischer. Die Aufstellung samt flankierender Maßnahmen habe rund 5000 Euro gekostet.

Während die Stadt also an der Mühlstraße bereits am letzten Schliff arbeitet, herrscht im Erweiterungsbereich des Stadtparks noch Großbaustelle. Doch die Neugestaltung nimmt bereits erkennbare Konturen an. Die neuen Sitzstufen, die von der großen Wiese zum Leitgraben hinabführen, sind zum Teil schon fast fertig. Dort wurden vergangene Woche schon die Fugen eingekehrt.

An anderer Stelle wird noch fleißig gewerkelt: Weitere Bänke und Lampen werden installiert, Wege angelegt und Beete vorbereitet. Im Bereich des ehemaligen Hotel Wunders liege man derzeit im Zeitplan, heißt es seitens der Stadt. Im Spätherbst will man fertig sein.

Den schon fertigen Teil des Stadtparks können die Besucher bereits seit Ostern genießen – und tun dies auch in vollen Zügen. Kleiner Wermutstropfen: Der Park ist immer noch von einem Bauzaun umgeben und wird täglich am Abend geschlossen und morgens wieder geöffnet. Für Nachschwärmer gibt es dann kein Durchkommen. Doch da kann die Stadt Hoffnung machen: „Die Bauzäune im bereits freigegebenen Teil werden in Kürze nach Abschluss des Graffiti-Jams abgebaut.“

An den neuen Sitzstufen im noch gesperrten Bereich werden gerade die Fugen eingekehrt. Fotos: Petra Schlierf
Zwischen Ufer und Wasser: Auch am kleinen Weiher hat ein neues Kunstwerk Platz gefunden.
Im Erweiterungsteil des Stadtparks wird noch gearbeitet. Wie die Wege aussehen werden, ist aber schon sichtbar.