Mutter lässt einjähriges Kind in Nürnberg bei 30 Grad im Auto – Feuerwehr schlägt Scheibe ein

Von Donaukurier · 1. Juli 2024 um 12:24

Bei über 30 Grad hat eine Mutter am Samstagnachmittag in der Flughafenstraße im Nürnberger Norden ihr einjähriges Kind im verschlossenen Auto gelassen. Die Feuerwehr schlug die Scheibe ein und befreite das Kind.

Laut Polizei stand das Auto in der Sonne und die Mutter wollte einen Bekannten zum Flughafen begleiten, ließ das Kind (1) aber im Auto. Mehrere Passanten alarmierten über den Notruf die Feuerwehr, die dann rund eine halbe Stunde später das Einjährige aus dem Auto befreite. Hätte die Rettung länger gedauert, wären laut Polizeibericht wohl schlimmere Gesundheitsfolgen wahrscheinlich gewesen.

Die Mutter des Kindes sagte, dass sie sich in der Zeit verschätzt habe und eigentlich nicht länger als fünf Minuten weg sein habe wollen.

Polizei warnt vor Hitzetod

Die Polizei nimmt den Fall zum Anlass davor zu warnen, Kinder bei warmen Außentemperaturen im Auto zu lassen – auch nicht für ein paar Minuten. Der Körper wird dann nicht mehr ausreichend mit Sauerstoff versorgt, was besonders für Kinder gefährlich ist. Herz und Kreislauf versagen binnen kürzester Zeit und es droht ein Hitzetod. Auch ein um wenige Zentimeter geöffnetes Autofenster reicht nicht aus, um die Temperatur im Inneren zu senken.

In Situationen wie dieser sollte man sofort den Notruf wählen. Falls das Kind auf Rufe und Klopfen gegen das Autofenster reagiert, sollte man versuchen mit Hilfe anderer Passanten die Eltern oder eine Betreuungsperson zu finden. Dabei sollte aber immer jemand am Auto bleiben und das Kind beobachten. Sollte das Kind nicht reagieren, besteht akute Lebensgefahr und die Autoscheibe (nicht auf der Seite des Kindes!) sollte mit einem schweren Gegenstand eingeschlagen und das Kind befreit werden.