Blitzeinschlag in Eichhofen endet glimpflich: Loch in Dach geschlagen, aber Brand schnell gelöscht

Von Benedikt Baumgartner · 1. Juli 2024 um 12:02

Um 17.26 Uhr ging am Sonntag der Notruf bei den umliegenden Feuerwehren ein: „Dachstuhlbrand nach Blitzeinschlag“ in einem Wohnhaus in Eichhofen im Landkreis Regensburg. Gut eineinhalb Stunden später konnten die angerückten Einsatzkräfte Entwarnung geben. Niemand wurde bei dem Brand verletzt, das Feuer konnte rasch gelöscht werden.

Lesen Sie dazu auch: Blitz schlägt durch Hausdach in Eichhofen und setzt Dachstuhl in Brand

Daniel Ng, Kommandant der Feuerwehr Eichhofen, berichtet auf Anfrage der Mittelbayerischen Zeitung vom Eintreffen der Einsatzkräfte am Anwesen: „Das Dach war ein Stück weit aufgesprengt, wir haben die Flammen innen gesehen.“

Zwei Trupps beim Innenangriff

Von einem Entstehungsbrand spricht Michael Bleicher, Kommandant der Feuerwehr Undorf zum Zeitpunkt, als die Einsatzkräfte das Wohnhaus erreichten. „Wir sind dann mit zwei Trupps in den Innenangriff gegangen“, beschreibt Bleicher das weitere Vorgehen. Fünf Einsatzkräfte der Feuerwehren Undorf und Eichhofen durchsuchten das Haus nach Bewohnern. Das vom Blitz getroffene Haus sei nicht ständig bewohnt, erfuhr Bleicher von einer Nachbarin. Sie konnte die Hausbesitzerin telefonisch aber nicht erreichen. Beim Einsatz stellte sich jedoch heraus, dass das Haus aktuell leer stand. Im Dachstuhl löschten die Feuerwehrleute den einsetzenden Brand. „Der Blitz hat ein 50 Zentimeter großes Loch in den Dachfirst geschlagen“, beschreibt Bleicher den Schaden. „Die darunterliegende Holzkonstruktion hat angefangen zu brennen.“ Dieser Brand war nach Angaben von Ng relativ schnell unter Kontrolle.

Blitz war ein „stabiler Dröhner“

Nach dem Innenangriff der beiden Trupps aus Eichhofen und Undorf übernahm die Freiwillige Feuerwehr Hemau den Außenangriff. Mit der Drehleiter ließen sich Einsatzkräfte an den Dachfirst hinauffahren und begutachteten von außen die Brandstelle, ob noch weitere Glutnester aktiv waren. Dem war glücklicherweise nicht der Fall: „Ein Löschen von außen über die Drehleiter hätte natürlich enormen Wasserschaden zur Folge gehabt“, sagt Ng.

So kann festgehalten werden, dass der Blitzeinschlag – laut der Blitzortung von kachelmannwetter.de ein „stabiler Dröhner“ mit 92 Kilo-Ampere Stärke – ein glimpfliches Ende genommen hat.