Auf Einsatzfahrt: Feuerwehr im Schwandorfer Zentrum in Kollision verwickelt

Von Martin Kellermeier · 29. Juni 2024 um 20:04

Erneut ist im Raum Schwandorf die Feuerwehr auf dem Weg zu einem Einsatzort in einen Unfall verwickelt gewesen. Am Samstagnachmittag erfasste das erst wenige Jahre alte Löschgruppenfahrzeug der Feuerwehr Schwandorf bei einer Einsatzfahrt in der Beer-Kreuzung einen Mini.

Die Aktiven der Feuerwehr Schwandorf wurden um 17.16 Uhr von der Integrierten Leitstelle zu einem Einsatz auf der A93 alarmiert. Dort sollten sie dabei helfen, mehrere Rehe zu retten. Alles verlief zunächst nach Plan, schnell waren die Aktiven am Gerätehaus und rückten aus.

Doch nach wenigen Metern endete die Einsatzfahrt abrupt: Laut Polizei fuhr ein jüngerer Feuerwehrmann, der am Steuer des Löschgruppenfahrzeugs saß, mit Sondersignalen in den Kreuzungsbereich ein. Dabei soll er einen Mini übersehen haben, an dessen Steuer eine 20-Jährige aus dem Städtedreieck saß. Die Fahrerin wollte nach links in die Naabuferstraße einbiegen. Es kam zum Zusammenstoß, bei dem die Fahrerseite des Kleinwagens ordentlich eingedrückt wurde. Auch am Feuerwehrauto war an der Stoßstange ein Schaden deutlich erkennbar.

20-Jährige leicht verletzt

Während die Einsatzkräfte im Einsatzfahrzeug unverletzt blieben, zog sich die 20-Jährige laut Polizei leichtere Verletzungen zu. Sie musste vom Rettungsdienst jedoch nicht in ein Krankenhaus gebracht werden. Der Mini war allerdings nicht mehr fahrbereit und musste abgeschleppt werden. Das beschädigte Löschgruppenfahrzeug konnte die wenigen Meter bis ins Gerätehaus selbst zurücklegen. Es sei laut Stadtbrandinspektor Klaus Brunner vorerst nicht mehr einsatzbereit. Der Schutz der Schwandorfer Bevölkerung sei aber nach wie vor „auf jeden Fall“ gewährleistet.

Asphaltschicht im Kreuzungsbereich teilweise beschädigt

Trotz des Schreckmoments zögerten die Aktiven der Feuerwehr Schwandorf keine Sekunde und kümmerten sich sofort um die Verletzte sowie um die Verkehrsregelung. Laut Polizei entstand bei dem Unfall ein Sachschaden von mindestens 20.000 Euro. Zudem wurde die Asphaltschicht im Kreuzungsbereich teilweise beschädigt. Im Herbst 2021 wurde das nun beschädigte Löschgruppenfahrzeug als “die neue Allzweckwaffe“ der Freiwilligen Feuerwehr Schwandorf der Öffentlichkeit vorgestellt. Das Fahrzeug kostete 400.000 Euro.

Erst am Donnerstagabend war eine junge Feuerwehrfrau aus der Gemeinde Wackersdorf (Landkreis Schwandorf) in einen Unfall verwickelt. Sie wollte mit ihren Kameraden zu einem Einsatz auf der B85 ausrücken. Auf dem Weg zum Gerätehaus kollidierte sie allerdings mit einem vorfahrtsberechtigten BMW.