Sommer, Sonne, Seenzauber: Diese Orte rund um Regensburg laden zum Abkühlen ein

Von Michael Sperger · 27. Juni 2024 um 12:00

Die Temperaturen klettern dieser Tage auf den Thermometern im Landkreis Regensburg weit über die 20-Grad-Marke. Ein Sprung ins kühle Nass kann dabei vielerorts für die nötige Abkühlung sorgen. Wir geben einen Überblick über verschiedene Seen im Landkreis Regensburg.

Guggenberger See: Naherholung in Neutraublings Stadtnähe

Der Guggenberger See bei Neutraubling ist im Sommer ein beliebtes Ziel für Schwimmer, Segler, Surfer oder Sonnenanbeter. Der Rundwanderweg um den Guggi bietet einen entspannten Spaziergang über drei Kilometern, bei dem man auch an drei Kiosken vorbeikommt, die zur Stärkung einladen. 2000 Parkplätze stehen zur Verfügung, über die Linie 205 ist er außerdem ans Busnetz angeschlossen. Es gibt zudem einen extra Haustierstrand. Während der Badesaison stehen an Wochenenden und Feiertagen die ehrenamtlichen Helfer der Wasserwacht Neutraubling und der DLRG Regensburg in Notfällen bereit.

Schwetzendorfer Weiher: Erst Kohlegrube, jetzt Oase

240 Meter lang und 80 Meter breit ist der Schwetzendorfer Weiher in der Gemeinde Pettendorf. Der Schwetzi, wie der See genannt wird, ist besonders bei Familien beliebt. Ursprünglich war der See eine Braunkohlegrube, die nach dem Zweiten Weltkrieg eingerichtet wurde. 1950 wurde der Betrieb dann aber mangels Nachfrage wieder eingestellt. Da sich die aufgelassene Grube mit Wasser füllte, konnte der Weiher entstehen. Am See stehen Parkplätze (zwei Euro für eine Tageskarte) zur Verfügung. Der Kiosk am Beachhaus ist bewirtet.

Roither See: Baden am Waldesrand

Besonders viel Natur bietet der Roither See bei Neuallkofen in der Gemeinde Mintraching. Entlang des Waldes gibt es reichlich Platz auf den Liegewiesen am ehemaligen Baggersee. Seit über 30 Jahren versorgt Thomas Schmidbauer die Gäste mit seinem Kiosk am See. Das Parken kostet von 9.30 bis 17.30 Uhr für Autos 3,50 Euro, für Motorräder 2,50 Euro. Während der Badesaison ist auf den Liegewiesen und im Wasser Hundeverbot. Am Wochenende und an Feiertagen ist die Wasserwacht vor Ort.

Sarchinger See: Echtes Postkarten-Motiv

Von Bäumen gesäumt und mit einer kleinen Insel in der Mitte, eignet sich der Sarchinger See in der Donauebene geradezu als Postkarten-Motiv. Vor Ort sind etwa 1000 Parkplätze verfügbar, eine Tageskarte kostet 2,50 Euro, zusätzlich gibt es einen Sport- und einen Feierabendtarif für je einen Euro. Sportler können sich am See beim Rudern und Volleyball austoben. Drei Kioske stillen Hunger und Durst. Grillen ist mit selbst mitgebrachten Grills erlaubt. Die Nutzung von Einweggrills und Gasgrills ist am Sarchinger See jedoch verboten.

Waldbad Wörth: Abkühlen oder Kicken

Das Wörther Waldbad liegt in der Gschwelltalstraße direkt bei den beiden Bolzplätzen – es lädt also praktisch zu einem Sprung ins kühle Nass nach einer Partie auf dem Fußballplatz ein. Seit den 60er Jahren existiert das Bad – und kann kostenlos genutzt werden. Das Waldbad wird mit Wasser aus dem Bach gespeist, das durch den Überlauf wieder in den Bach zurückfließt. Das Becken ist in einen Schwimmer- und Nichtschwimmerbereich geteilt. Es ist laut Informationen der Stadt Wörth ein Naturbad ohne Badeaufsicht. Eltern sollen deshalb besonders auf ihre Kinder aufpassen, rät die Stadt.

Freibad Beratzhausen: Abkühlung mit Felsen

Im Beratzhausener Freibad fiel im Mai der Startschuss für die neue Badesaison. Täglich von 10 bis 20 Uhr ist das Bad den Sommer über geöffnet. Das Bad bietet eingebettet in die Felsen der Jurahänge eine besondere Atmosphäre. Mit Liegewiesen, Rutsche und Wasserbecken kommt jeder auf seine Kosten. Außerhalb des Wassers kann Volleyball oder Beachsoccer gespielt werden. Am Kiosk gibt es Getränke, Süßigkeiten und Snacks. Tageskarten kosten vier Euro (ermäßigt 2,50 Euro). Für Stammgäste gibt es Zehnertickets oder Saisonkarten.

Waldbad Hemau: Natur pur am „Kuhweiher“

Zum Schwimmen und Sonnenbaden lockt im Tangrintel traditionell das Hemauer Waldbad. Baden hat dort eine lange Tradition. Früher war das Waldbad zwar wohl eine Kuhtränke, woher auch der Name „Kuhweiher“ stammt, „aber es erzählen bereits Leute aus der Nachkriegsgeneration, dass sie dort gebadet haben“, weiß Bürgermeister Herbert Tischhöfer.

Während der Badesaison wird die Anlage an Wochenenden und Feiertagen je nach Witterung durch die Wasserwacht der Ortsgruppe Hemau beaufsichtigt. Am Kiosk des Waldbads gibt es Essen und Getränke.

Valentinsbad Regenstauf: Flussbad am Regen

Am Ortsrand von Regenstauf lädt das Valentinsbad zu einer besonderen Abkühlung ein. Baden im Regen: Die ruhige Fließgeschwindigkeit des Wassers erlaubt einen Sprung ins kühle Nass auch für eher ungeübte Schwimmer. Das Flussbad liegt außerdem direkt am Regental-Radweg. Regelmäßig in Schuss halten das Valentinsbad der Bauhof und die Gärtnerei der Marktgemeinde. Auch ein Beachvolleyballplatz kann vor Ort genutzt werden. Kostenlose Parkplätze und das zugehörige Restaurant mit Sonnenterrasse runden das Angebot für einen sommerlichen Ausflug in den nördlichen Landkreis ab.

Der Schwetzendorfer Weiher liegt bei Pettendorf.
Viel Grün am Roither See
Das Waldbad Wörth ist kostenlos.
Am Sarchinger ist besonders im Sommer viel los.
Beratzhausens Freibad ist bei Familien beliebt.
Rutschenspaß bietet das Waldbad Hemau.
Am Ortsrand von Regenstauf liegt das Valentinsbad.