Auszeichnung für Bernd Schweinar: Ein Leben für die Rock- und Popmusik

Der in Niederbayern lebende Bayerische Rockmusikintendant wurde für sein Lebenswerk geehrt. Hier träfen Leidenschaft, Energie und Beharrlichkeit aufeinander, sagt Kunstminister Markus Blume bei der Ehrung in München.München. Immer unterwegs in Sachen Musik: Der im Landkreis Kelheim lebende Bayerische Rockmusikintendant Bernd Schweinar ist am Dientag mit der Auszeichnung „Pro Meritis Scientiae et Litterarum“ geehrt worden. Kunstminister Markus Blume nannte Schweinar eine der prägenden Figuren in der bayerischen Musik- und Kulturlandschaft. Auch Dr. Thomas Goppel, Ehrenpräsident des Bayerischen Musikrats und das „Traumpaar und Power Couple der bayerischen Festspielszene“ Cornelia Gräfin von Kerssenbrock und Ludwig Baumann wurden ausgezeichnet. Mit dem Pro Meritis Scientiae et Litterarum in Form eines Bronze-Reliefs werden seit 2008 herausragende Persönlichkeiten für ihre Verdienste um Wissenschaft und Kunst gewürdigt. Pro Jahr werden nur bis zu acht Auszeichnungen vergeben.
Bernd Schweinar war von 1991 bis 2023 Geschäftsführer des Verbands für Popkultur in Bayern. Mit seinem Talent zum Netzwerken und seiner Überzeugungsfähigkeit sei es ihm gelungen, die vielfältigen Interessen der Rock- und Popmusikszene auf Landes- und Bundesebene zu bündeln und Synergien freizusetzen, heißt es in der Laudatio. Viele der von Schweinar initiierten Programme und Projekte seien echte Meilensteine einer passgenauen Musikförderung. Herzensangelegenheiten seien Schweinar stets auch die Berücksichtigung des Kulturraums auf dem Land und in Kleinstädten, Inklusion und Integration gewesen sowie die Förderung junger Musikerinnen und Musiker. Große Verdienste erwarb er sich auch während der Corona-Pandemie um das bayerische Spielstätten- und Veranstalterprogramm. Blume sagte, dass Schweinar die Rock- und Popmusikszene in Bayern nachhaltig gestärkt und weiterentwickelt habe. Hier träfen Leidenschaft, Energie und Beharrlichkeit aufeinander.
Zu Thomas Goppel, unter anderem auch einer seiner Vorgänger als Wissenschafts- und Kunstminister, sagte Blume: „Er ist einer der Architekten unseres modernen Kulturstaats! Mit vollem Einsatz hat er in seiner jahrzehntelangen Tätigkeit wichtige kulturpolitische Herzensangelegenheiten erfolgreich angestoßen und vorangebracht.“ Auf Goppels Initiative hin wurde 1999 der Bayerische Blasmusikverband gegründet. Das Ehepaar Cornelia Gräfin von Kerssenbrock und Ludwig Baumann beschrieb Kunstminister Blume wie folgt: „Die beiden sind die kreativen Köpfe hinter dem ‚Immling Festival‘. Wo von Kerssenbrock und Baumann draufsteht, steckt hervorragende szenische und musikalische Qualität drin.“ Das Paar habe seine Leidenschaft zum Beruf gemacht und der bayerischen Festspielszene eine echte Institution mit großen Emotionen und musikalischen Highlights beschert.