Neunburger Ausschuss einigt sich auf Konzept für Problemstelle im Ortsteil Kröblitz

Die Starkregenereignisse der vergangenen Wochen haben auch im Stadtbereich von Neunburg Spuren hinterlassen. Dabei ging es weniger um über stark angestiegene Flussläufe, als um Überspülungen, die nun ein Eingreifen erfordern.
Besonders betroffen waren einige Grundstücke und Gebäude in Kröblitz. In der Straße „am Druidenstein“ war abfließendes Oberflächenwasser in die Anwesen eingedrungen. Der Bauausschuss nahm vor seiner öffentlichen Sitzung am Donnerstag den betroffenen Bereich in Augenschein und sprach mit den Anwohnern.
Einlaufschacht ist vermutlich zu klein
Als Hauptursache wurde festgestellt, dass der Einlaufschacht des Wassergrabens am Wegerand nicht ausreichend dimensioniert sein könnte, um solche extremen Wassermassen aufzunehmen. Tobias Stibich, Leiter der Bauabteilung hatte als Lösung vorgeschlagen, in der Verlängerung des bisherigen Grabens zusätzlich eine Mulde anzulegen, in der das Wasser ablaufen könne. Gleichzeitig sollte der bestehende Weg leicht seitwärts verschoben und neu modelliert werden. Sinnvoll wäre es dabei, dessen Neigung zum Acker hin einseitig zu verstärken, um so, zusammen mit dem nur geringfügig zu verbreiternden Wegseitengraben, eine Ablaufmulde zu formen.
Bürgermeister Martin Birner (CSU) betonte, es sei wichtig, dass diese Maßnahme relativ schnell und unkompliziert umgesetzt werde. Das sahen alle Beteiligten ebenso. Die dafür notwendigen Mittel sollen aus dem Budget für den laufenden Straßenunterhalt entnommen werden, wenngleich Stibich darauf hinwies, dass andere Vorhaben dafür geschoben werden müssten.
Kemnath/Fuhrn: Ehemalige Schule wird saniert
Die übrigen Punkte der öffentlichen Tagesordnung waren relativ schnell abgehakt und erhielten alle einstimmig das gemeindliche Einvernehmen. Zunächst ging es um die Tektur für eine neue Lagerhalle in der Gemarkung Seebarn. Die Änderung betraf eine Drehung des Baukörpers um 90 Grad zur ursprünglichen Planung.
Als eine „super Sache“ erachtete Stadtrat Herbert Wartha (SPD) den Bauantrag von Markus Hoffmann, zur Sanierung des ehemaligen Schulgebäudes in Kemnath/Fuhrn. Gleichzeitig sollen damit acht Wohneinheiten entstehen. Unter anderem soll das Bauwerk einen neuen, geringfügig höheren Dachstuhl erhalten.
In Mitteraschau planen Johanna und Thorsten Vogl die Errichtung einer privaten Werkstatt. Leichte Bedenken äußerte Stadtrat Konrad Hoch (FW) wegen der Lage im Hochwasserschutzgebiet. Antragsteller war diesmal auch die Lorenz Bahlsen Snack-World GmbH. Auf ihrem Areal im Industriegebiet plant sie den Ausbau von Büroräumen im zweiten Obergeschoss sowie den Einbau einer Arbeitsbühne und Büroräume auch im ersten Obergeschoss. Laut Stellungnahme der Verwaltung füge sich der Neubau in die vorhandene Umgebung ein.
Zwei Anträge gingen direkt ans Landratsamt
Ferner beantragte Peter Margeth die Zustimmung für den Umbau einer in einem Dachgeschoss liegenden Wohnung in Neunburg. Dort sollen eine Dachgaube, ein Balkon und eine Dachterrasse über einem neu zu bauenden Carport entstehen. Die bestehende Garage soll abgebrochen und das neue Carport mit einem Geräteschuppen ergänzt werden.
Einen Anbau für zusätzlichen Wohnraum plant auch Robert Neft für sein Wohnhaus in Kleinwinklarn. Am Ende der Beratungen, die einen Beschluss erforderten, informierte Bürgermeister Martin Birner noch über zwei Bauanträge, die im Rahmen des sogenannten Freistellungsverfahrens an die Genehmigungsbehörde beim Landratsamt weitergeleitet werden konnten.