Der Waldkindergarten in Roding hat angebaut: Ein neues Nest für Glückzwerge

Nicht einmal drei Jahre alt ist er – und schon wird er erweitert – der BRK-Waldkindergarten in Mitterkreith. Die dortigen Glückszwerge bekommen eine zweite Gruppe, die Erweiterung ist am Dienstag eingeweiht worden. Dass sich der Waldkindergarten in so kurzer Zeit auf 40 Plätze verdoppelt, zeigt zum einen, wie gut das Konzept bei Eltern ankommt, zum anderen, wie hoch der Bedarf an Betreuungsplätzen in der Stadt ist.
Hier sei die Stadt Roding auf einem guten Wege, um den gesetzlichen Anspruch 2026 zu erfüllen, lobte BRK-Kreisvorsitzender Theo Zellner in seinen Grußworten: „Roding baut an der Zukunft!“ Immer, wenn er hierher komme, gehe es um Kinder – und immer seien zwei Frauen beteiligt: Rosi Meier und Bürgermeisterin Alexandra Riedl.
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„Mir geht das Herz auf“, betonte er im Kreis der Glückszwerge, die die Gäste mit ihrem Waldkindergartenlied begrüßten. Er erinnere sich an die eigene Kindergartenzeit – Spielplatz sei damals schon der Wald gewesen. „Das hier ist wie ein Klassenzimmer ohne Wände“, beschrieb er die Örtlichkeit.
Er wünsche den Kindern eine tolle Zeit im Wald, in der sie sicher viel fürs Leben lernen würden. Im Wald zu spielen und zu lernen sei etwas ganz Besonderes, hob er hervor.
Einrichtungsleiterin Rosi Meier hatte zuvor die Gäste begrüßt und freute sich, dass nun alles für die zweite Gruppe bereitstehe – im September gehen dann 37 Kinder im Alter zwischen drei und sechs Jahren in den Waldkindergarten.
Bürgermeisterin Alexandra Riedl dankte allen, die mithalfen und betonte, dass nun alles legal sei, was gebaut wurde. Schuppen und Zaun waren das zuletzt nicht – das sei aber nun alles geklärt, so Riedl. Die Erweiterung sei schnell gegangen, was auch der Bauweise des Zwergennests zu verdanken sei, wie der Name des Projekts hieß – das auch, weil der Container etwas erhöht steht. Es sei eine „Augenweide“ geworden.
Nicht nur mehr Raum sei dazu gekommen, auch mehr Wald, wofür sie den Staatsforsten dankte. Sie sprach auch die Vandalen an, die vergangene Woche dort gewütet hatten, Glasscherben und anderes hinterließen, was keiner verstehe, gehe es doch um Kinder: „Das macht mich traurig und grantig!“
Schließlich gab auch sie den Kindern einen Wunsch mit auf den Weg: „Am Ende des Tages sollen deine Füße dreckig, deine Haare zerzaust und deine Augen leuchtend sein!“ Architekt Florian Brunner stellte die Baumaßnahme kurz vor.
Danach beteten Pfarrer Matthias Kienberger und Prädikant Andreas Förster mit den Kindern und den Gästen um die schützende Hand Gottes, die immer über der Einrichtung sein solle. Im Wald könne man viel Nähe zu Gott erfahren, so Förster. Im Anschluss segneten die beiden Kirchenvertreter den Anbau.
Der Waldkindergarten in Roding
Start: Im September 2021 startete der Waldkindergarten in Mitterkreith unter Trägerschaft des BRK mit 20 Plätzen. Schnell gab es eine Warteliste – das Konzept kam an.
Anbau: Daher stimmte der Stadtrat im März 2023 einem Ausbau um weitere 20 Plätze zu. Spatenstich war im Juli 2023, im Februar 2024 war die Erweiterung fertig.
Module: Gebaut wurde von Anfang an mit Containern, was zunächst auf Skepsis traf. Heute ist diese Modulbauweise, die Architekt Brunner vorschlug, akzeptiert.
Kosten: Die Gesamtkosten für die Erweiterung betrugen 388000 Euro. Der Freistaat gab 192000 Euro dazu, die Stadt trug einen Eigenanteil von 196000 Euro.



