Es war keine alltägliche Baustelle – nun ist der Hubmannsteig in Schwandorf neu gestaltet und barrierefrei

Es ist vollbracht: Der barrierefreie Ausbau des Hubmannsteigs von der Schwefelquelle auf den Weinberg ist abgeschlossen. Donnerstagvormittag lud die Stadt zur Eröffnung des neu gebauten Geh- und Radweges ein. Für die Anwohner stellt er eine Erleichterung dar.
Auf einer Länge von gut 275Metern schlängelt sich der neue, asphaltierte Weg durch das kleine Waldstück. Er überwindet dabei eine durchschnittliche Steigung von etwa acht Prozent.
Das Thema Hubmannsteig begleite ihn schon viele Jahre, meinte Oberbürgermeister Andreas Feller (CSU) bei der Übergabe. Vor fünf Jahren hatte die SPD-Fraktion im Stadtrat einen Antrag gestellt, den Hubmannsteig barrierefrei auszubauen. Das Projekt sei dann auch Teil des Wahlprogramms der Sozialdemokraten gewesen, blickte Stadtrat Alfred Braun zurück. Er freue sich, dass das Vorhaben „so zeitnah umgesetzt“ wurde, sagte der SPD-Politiker bei der Eröffnung mit einem Seitenhieb.
Für die Bewohner auf dem Weinberg sei es eine „wahnsinnige Erleichterung“, über den neuen Hubmannsteig zum Beispiel zum Landratsamt oder zum Erlebnisbad zu kommen, fand Braun. Es gebe viele Senioren mit Rollator oder junge Mütter mit Kinderwagen, die die bisherige Treppenanlage nur schwer überwinden könnten.
Es habe zwei Varianten gegeben: Die erste sah den Bau eines Geh- und Radweges entlang der Straße An der Schwefelquelle vor. Diese Variante sei wegen der hohen Kosten verworfen worden, erklärt Braun. Stattdessen entschied man sich für eine Option mitten durch das kleine Waldstück. Dabei sei man, so Braun weiter, anfangs davon ausgegangen, die bisherige, teilweise recht steile Treppenanlage im Zuge des barrierefreien Ausbaus zu beseitigen. Die SPD hatte dann allerdings beantragt, die Treppenanlage doch zu erhalten.
Im Oktober begannen die Bauarbeiten
Im vergangenen Oktober begannen schließlich die Bauarbeiten, die vor Kurzem beendet wurden. Von der Steigung her sei es keine alltägliche Baustelle gewesen, erklärte Bauleiter Ewald Bosl von der Firma Weber Tiefbau. Aber das Vorhaben sei gut geplant gewesen, schob er als Lob hinterher.
Vorgesehen ist auch noch, einen Holzlehrpfad anzulegen. Die CSU hatte einen entsprechenden Antrag im vergangenen Dezember gestellt, dem der Planungsausschuss mit großer Mehrheit zustimmte.
Zusammen mit dem Holzlehrpfad belaufen sich die Baukosten für den Hubmannsteig auf rund 275000Euro.
Kritik hatte es während der Bauphase an der Größe des Weges gegeben. Die Breite von 2,50Meter sei notwendig, damit Fußgänger und Radfahrer gemeinsam den Hubmannsteig benutzen können, erklärt der OB. Dadurch mussten auch etwa 80 Bäume unterschiedlicher Größe gefällt werden.
Man habe versucht, so wenig Bäume wie möglich umzumachen. Die neue Verbindung soll aber nicht kahl bleiben – es soll so viel wie möglich wieder aufgeforstet werden, was die 3. Bürgermeisterin Marion Juniec-Möller (Grüne) lobend anerkannte.