In den Räumen des ehemaligen La Strada: Neue „Spritz“-Bar bringt Dolce Vita nach Stadtamhof

Sascha Al Mahmoud, der neue Pächter der rund 30 Quadratmeter Lokalfläche am Brückenbasar 10 in Stadtamhof, will an das Italien-Feeling in Regensburg anknüpfen und es in seiner Bar mit dem Namen „Spritz“ intensivieren. Am Donnerstag feiert er um 17 Uhr Eröffnung.
Wenn Regensburg die nördlichste Stadt Italiens ist, dann ist der Brückenbasar in Stadtamhof wohl das Herzstück davon – der Ort, der am meisten von diesem Flair innehat. Schon mit dem La Strada hatte es dort, am Brückenbasar 10, eine kleine Café-Bar gegeben. Und nun will auch Sascha Al Mahmoud, der neue Pächter der rund 30 Quadratmeter Lokalfläche, an dieses Italien-Feeling anknüpfen und es in seiner Bar mit dem Namen „Spritz“ intensivieren. Am Donnerstag feiert er um 17 Uhr Eröffnung. Die Bar soll anschließend unter der Woche ab 16 Uhr öffnen und am Wochenende ganztags.
Natürlich wird es dort auch Bier, Weine und Cocktails geben. Aber im Vordergrund sollen – wie der Name es schon ankündigt – vor allem Spritz-Variationen stehen. Sekt, Bitter, Bergamotte-Liköre, Aperitifweine: Im Regal über der Bar reihen sich bereits die dazu nötigen Getränke in schönen Flaschen. „Wir erfinden hier das Rad natürlich nicht neu. Spritz ist das, was hier einfach gern getrunken wird. Und wir wollen dem mit unserer kleinen italienischen Bar noch ein bisschen Tiefgang verleihen.“
Stadtamhof: Mit Andy Warhol zu Italo-Disco-Hits feiern
JBL-Boxen im Retro-Look aus echtem Walnussholzfurnier und über der Bar hängende Lampen aus den 60er-Jahren, die ebenfalls mit neuer Technik neu aufgelegt wurden, dazu versteckte LED-Leisten: Die technische Ausstattung in dem kleinen Raum drängt sich nicht auf, ist aber hochwertig und bietet viele Möglichkeiten für die Lichtgestaltung und musikalische Schwerpunkte (unter anderem sind auch Italo-Disco-Abende angedacht).
Dazu hauchen viele Dekoaccessoires dem Laden leben ein: Unter anderem Büsten, Kerzenständer, Werbeschriftzüge, die aus einer anderen Zeit zu stammen scheinen, sowie in einer Sitznische ein lebensgroßes Partybild mit Andy Warhol und Gerry Hall.
Die Dalla Corte-Kaffeemaschine hat das Bar-Team extra für die Spritz-Bar in ein knalliges Orange umlackiert. Der Bartresen wurde auf fünf Meter verlängert, die Oberfläche in Mint gestrichen. Die Stühle für die Freisitze haben eine blaue, geflochtene Sitzfläche. Al Mahmoud hat sie Second-Hand gekauft und noch eigens aus Düsseldorf von einer Eisdiele abgeholt. Generell unterstützen poppige Farbelemente sowie das Logo – weißer Schriftzug vor orangefarbenem Hintergrund – ebenfalls den Vintage-Look. Der Terrazzo-Boden aus den 60er-Jahren wurde erhalten und abgeschliffen. „Da sieht man einfach, dass der schon viel erlebt hat“, sagt Al Mahmoud.
Spritz-Bar in Regensburg: Konzept nicht übers Knie gebrochen
Alles in allem hätten viele der Einrichtungsgegenstände bereits eine Geschichte. „Wir versuchen hier nicht mit Gewalt, etwas zu erschaffen, das es nicht ist. Sondern wir nehmen charakteristische Eckpfeiler und bauen darauf auf.“ Und tatsächlich wirkt der Laden dadurch auch nicht steril-neu, sondern vielmehr ein bisschen so, als wäre er schon länger gereift und gewachsen. Viele Ideen zu dem Laden seien auch erst im Team oder in Gesprächen mit Freunden entstanden und hätten eine gewisse Zeit gebraucht, sagt Al Mahmoud. Ihm sei die Stimmigkeit auch wichtiger gewesen, als ein übers Knie gebrochener, schneller Eröffnungstermin.
