Ortsteile werden verschönert: Stadt Berching investiert über 150.000 Euro in drei Dörfer

Markus Meixner vom Bauamt ist froh, dass er in seiner letzten Arbeitswoche bei der Stadt Berching noch von drei abgeschlossenen Baustellen berichten kann. Auch wenn ihn insbesondere der Dorfplatz in Thann „einige Nerven gekostet hat“, wie er sagt.
Bereits 2017 hatte sich die Stadt mit den Dorfbewohnern in Thann darauf verständigt, einen neuen Treffpunkt inklusive eines barrierefreien Zugangs zur Kirche zu schaffen.
Nach dem Abbruch der Scheune, die an der jetzigen Bushaltestelle stand, im Jahr 2020 ergaben sich allerdings „unerwartet und äußerst schwierige Verhältnisse“ am abschüssigen Gelände, wie Meixner schildert. Mit einem Statiker hatte man deshalb nach Lösungen gesucht, um den Hang abzusichern. Nach mehreren Versuchen kam eine Variante heraus, die 420.000 Euro gekostet hätte.
Dorfplatz in Thann: Erste Lösung war zu teuer
Zu viel für die Stadt. Deshalb sollte eine einfache Lösung her – ohne den barrierefreien Zugang zur Kirche. Die Stadt beauftragte im Januar 2023 ein neues Planungsbüro, sodass die Arbeiten im September starten konnten.
Der Hang wurde mit Fundamenten aus Stahlbeton abgesichert. Weil dieser optisch natürlich nicht so hübsch ist, rahmt nun eine Mauer aus Natursteinen den neuen Platz ein. Auf dem kleinen Areal hat auch ein Bushäuschen aus Holz (inklusive Sitzgelegenheiten) Platz gefunden.
Insgesamt hat die Stadt dafür gut 80.000 Euro ausgegeben. Den barrierefreien Weg zum Gotteshaus wolle die Kirche nun selber angehen, sagte Thanns Ortssprecherin Sieglinde Hollweck.
48.000 Euro für Leichenhaus in Wallnsdorf
Auch in Wallnsdorf hat die Stadt investiert – und zwar gut 48000Euro in die Sanierung des Leichenhauses. „Das war auch dringend notwendig“, sagt Ortssprecherin Erna Fitz bei einem Pressetermin mit Bürgermeister Ludwig Eisenreich und Markus Meixner vom Bauamt. Dazu hatte die Stadt eingeladen.
Defekte Dachrinnen, veraltete Elektronik, Wasserschäden und allgemeine Gebrauchsspuren an Türen, Fenstern und am Boden hat auch die Stadt erkannt. Deshalb wurde am Leichenhaus ab Juli 2023 nahezu alles saniert – abgesehen von der noch gut erhaltenen Holzdecke, vom Mauerwerk und vom Dachstuhl. Es wurde unter anderem verputzt, abgedichtet und gestrichen.
28.000 Euro in Leichenhaus in Ernersdorf investiert
Ähnlich verhielt es sich in der kleinen Leichenhalle in Ernersdorf, die auf dem ersten Blick wie die Wallnsdorfer Leichenhalle wirkt. Ihren Teil dazu bei tragen sicher die identischen Türen. Die Farben der Vorhänge allerdings unterscheiden sich.
Der Zustand vor der Sanierung in Ernersdorf glich dem in Wallnsdorf. Veraltete Elektroverteilung, Frostschäden und Setzungen am Bodenbelag hatten die Stadt dazu veranlasst, auch das Leichenhaus in Ernersdorf auf Vordermann zu bringen. Investiert hat die Stadt gut 28.000 Euro. Fertiggestellt wurden die Leichenhäuser in Ernersdorf und Wallnsdorf jeweils im Oktober. Addiert man die Kosten dieser drei Projekte, hat die Stadt rund 156.000 Euro in die Verschönerung der drei Dörfer gesteckt.
Handwerker aus der Region waren am Werk
Thann: Bei den drei genannten Baustellen waren ausschließlich Firmen aus dem Landkreis tätig. Den Dorfplatz in Thann plante das Büro des Landschaftsarchitekten Martin Kölbl aus Pilsach. Durchgeführt haben die Arbeiten weitere Firmen aus Pilsach, Freihausen und Großberghausen. Baubeginn war im September 2023, Fertigstellung im April 2024. Zuvor wurde die Scheune abgerissen.
Wallnsdorf: Auch in Wallnsdorf und Ernersdorf sorgten Firmen aus dem Landkreis dafür, dass das Leichenhaus wieder gut aussieht, unter anderem Handwerker aus Berching, Ernersdorf, Weidenwang, Oening und Erasbach.
Ernersdorf: Sowohl in Wallnsdorf als auch in Ernersdorf reinigte die Dorfgemeinschaft am Ende die Räume und richtete sie ein.

