Furth im Wald und die Neuerungen beim historischen Drachenstich-Festzug

Die Stadt geht beim historischen Drachenstichfestzug am 11. August neue Wege, bleibt aber auf der sicheren Seite. Denn die Generalprobe hat die neue Strecke eigentlich beim Leonhardiritt schon bestanden. Der Umzug wird dadurch etwas länger und hat auch eine ganz neue Gruppe dabei: das Further Fähnlein.
In einer Pressekonferenz haben Bürgermeister Sandro Bauer, Drachenstich-Geschäftsführerin Ulrike Eder und Festzugleiter Josef Fischer den neuen Zug und sein geplantes Umfeld vorgestellt. Der neue Weg ist etwa 100 Meter länger (siehe Info) und führt vom Alfred-Peter-Platz über die Josef-Heigl-Straße zur Von-Müller-Straße/Grabitzer Straße und anschließend über die Adam-Wild-Straße in die Bahnhofstraße. Der Festzug endet traditionell auf dem Stadtplatz.
Nachmittags-Auftritt entfällt
In der Drachenstich-Arena hat die Stadt ein neues Angebot an die Zuschauer: Es können feste Sitzplätze gebucht werden. Das wird dadurch möglich, so Drachenstich-Geschäftsführerin Ulrike Eder, dass die Nachmittagsaufführung ausfällt. Das gilt laut Bürgermeister Sandro Bauer auch schon für 2025.
Die Stadt habe sich zu diesem Schritt entschlossen, weil die Nachmittags-Hitze für Zuschauer und Akteure des Drachenstiches in den letzten Jahren auf dem gepflasterten Stadtplatz unerträglich geworden sei. „Außerdem kommen einige Szenen des Drachenstiches ohne Beleuchtung nicht wirklich zur Geltung und wurden deswegen bei der Nachmittags-Aufführung ohnehin ausgelassen“, so Bauer. Akteure in Helm und Harnisch habe man mit einem Wasserschlauch kühlen müssen, erzählt er. Nachdem man sich zum Ausfall der Vorstellung entschlossen gehabt habe, lag für die Stadt die Folge auf der Hand: „Warum hätten wir darauf verzichten sollen, diese Tribünenplätze zu belegen.“ Sie werden nun zum Preis von zehn Euro (Erwachsene) und acht Euro (Kinder von vier bis 14 Jahren) angeboten. Die Sitzplätze sind nummeriert. „Es muss also niemand lange vor dem Festzug kommen, wenn er gebucht hat“, so Bauer. Buchungen sind kostenlos möglich bei O.K.-Ticket und für einen Euro bei der Drachenstich-Geschäftsstelle und bei der Touristinfo.
Die neue Gruppe
Besonders freuen sich die Organisatoren über eine neue Gruppe: das Further Fähnlein. Sie stellt die frühe Landwehr mit militärischer Organisation samt Further Bevölkerung dar. Der erste Teil der bis zu 30-köpfigen Truppe ist bewaffnet und marschiert in loser Formation, dahinter Further Bürger mit Versorgungswagerl. Festzugleiter Josef Fischer hat die Gruppe historisch folgerichtig vor dem Wagen mit dem Further Volk und den Hussiten eingeordnet. Mit dabei sind auch Tänzerinnen, Holzflötenspieler, Trommler und Schlagwerk.
Mit Absperrungen und Zugführung hat Festzugleiter Fischer kein Problem. Das alles habe bereits beim Leonhardiritt problemlos funktioniert. Lediglich beim Tedi müsse man Platz schaffen in der Kurve für die Kutschen. Dort werde man aus Sicherheitsgründen für Zuschauer absperren.
Bürgermeister Sandro Bauer nutzte die Pressekonferenz für einen Appell: Die Truppe der „Kardinaler“ sucht derzeit Nachwuchs für das Drachenstichspiel und diverse Arbeitseinsätze.
