VdK ein wichtiger Partner in der Not

Von Mittelbayerische Zeitung · 11. Juni 2024 um 01:25

Rötz/Pillmersried. Solidarität mit den Schwachen, das ist ein Leitmotiv des VdK. Der Sozialverband VdK Bayern kämpft nach eigenen Angaben für soziale Gerechtigkeit, Gleichstellung, Generationsgerechtigkeit und gegen drastische soziale Einschnitte. Der VdK ist aber auch ein Verband, der die Mitglieder einlädt, sich zu treffen, zu feiern und auszutauschen. So lud der VdK Ortsverband Schönthal, Hiltersried und Rötz seine Mitglieder zum Jahresrückblick nach Pillmersried zum Antoniuswirt ein, um sich bei den Mitgliedern für die Treue zu bedanken und Mitglieder für ihre langjährige Mitgliedschaft zu ehren.

Die Vorsitzende Christina Frielingsdorf informierte über das Aufgabenfeld des Sozialverbandes. Sie sprach davon, wie wichtig, es sei, den VdK im Paragrafen-Dschungel als Berater und Vertreter vor Sozial- und Verwaltungsgerichten als professionellen Partner an der Seite zu haben und wie wichtig aufgrund der aktuellen politischen Ereignisse das Engagement des Verbandes sei. Zwar werde der Sozialverband häufig von Menschen bei ihrem Übergang in den Ruhestand als Experte im Sozialrecht in Anspruch genommen. Zunehmend würden aber auch jüngere Menschen den Weg zum Verband suchen. Diese würden auch Aufgaben bezüglich der Belange von Familien, Arbeitnehmern und von jungen Menschen mit Behinderung vertreten. Mit dem Beitrag würden wichtige Einrichtungen und Projekte für Menschen mit Behinderung unterstützt.

Wichtige Spendenaktionen

Aufgrund ständiger Kürzungen im Sozialbereich und der sozialen Not im Lande verwende der VdK zunehmend Mittel aus gezielten Spendenaktionen für karitative Zwecke wie Altenbetreuung, Kindererholung, Unterstützung von Behinderteneinrichtungen und Hilfe in Notlagen. Hier nannte Frielingsdorf explizit die Haussammlung „Helft Wunden heilen“. Doch diese Sammlung durchzuführen werde immer schwieriger, da „altgediente“ Sammler diese Aktion aus Altersgründen nicht mehr durchführen könnten. Deshalb habe man sich 2023 an der Sammelaktion nicht beteiligen können.

In ihrem Rechenschaftsbericht informierte die Vorsitzende, dass man 23 Mitgliedern bei Geburtstagen und acht in der Weihnachtszeit die Aufwartung gemacht habe. In diesem Jahr würden noch 18 Geburtstagsbesuche anstehen. Den Mitgliederstand des Ortsverbandes bezifferte sie auf 402. Teilgenommen habe man mit sechs Personen am Volkstrauertag und man haben eine Vorstandschaftssitzung durchgeführt. Mit Hilfe von Telefon und WhatsApp habe man viele Dinge geregelt, sagte die Vorsitzende.

Kreisverbandsvorsitzender Max Heigl zeigte sich erfreut über die zahlreich erschienen Mitglieder. Er ermutigte die Anwesenden, sich bei Fragen an die Kreisgeschäftsstelle zu wenden. Es sei traurig, meinte Heigl, dass man 1,24 Millionen Euro im Landkreis für Mitglieder erstritten und erwirtschaftet habe. Ein Betrag, für den man „kämpfen“ musste, obwohl die Menschen ein Leben lang gearbeitet haben oder unverschuldet aufgrund einer Behinderung in Not geraten seien. Um Hilfe zu erhalten, bedürfe es unbedingt der Unterstützung von Fachleuten, die der VdK habe.

Wo ist die Barrierefreiheit?

Heigl prangerte einen überaus großen Bürokratismus an, der sich darin zeige, dass man seit dem Jahr 2000 an der Barrierefreiheit arbeite und bis dato es nicht geschafft habe, dass Menschen mit Behinderung an allen Aktivitäten teilnehmen können, weil die Barrierefreiheit nicht vorhanden ist. Zum Schluss bat Heigl: „Denkt an die Vorsorgevollmacht, die Betreuungsverfügung und die Patientenverfügung. Fehlen diese drei, kann sich ein ganzes Leben verändern.“

Im Anschluss saß man bei Kaffee und Kuchen und der musikalischen Unterhaltung von Willi Landgraf noch lange beisammen und unterhielt sich.

wbf

Die Schönheitskönigin von Schneizlreuth (Christina Frielingsdorf) hatte sich überraschend beim Jahresrückblick angesagt. Foto: Christa Bucher