Musik an allen Ecken und Enden: Erstes Straßenfestival lockte Hunderte Menschen nach Cham

Von Mittelbayerische Zeitung · 9. Juni 2024 um 19:00

Die Resonanz auf das erste Chamer Straßenmusikfestival, das am Sonntag stattfand, war überwältigend. Schon am Vormittag drängten sich die Menschen um die Musikgruppen, die sich in der Innenstadt vorstellten. Es waren über 60 Gruppen angekündigt, und so war eine große musikalische Vielfalt gewährleistet.

Bereits am Samstag gab es ein „Aufwärmen“ für den großen Festivalsonntag. Um 10.30 Uhr startete mit dem Auftritt der Oberpfälzer Blechapostel der traditionelle Chamer Musiksommer. Am Nachmittag waren dann die Kinder auf die Marktplatzbühne eingeladen. Das Team der Stadtbibliothek zeigte den Mädchen und Buben, wie ihre ganz persönlichen Kunstwerke entstehen können. Am Abend trat dann Areal Jamming auf, und es durfte bei guter Musik bis in die Nacht hinein gefeiert werden.

Zehn Musik-Haltestellen

Die Chamer Innenstadt war bereits am Sonntagvormittag mit Menschen gefüllt. Ihr aller Ziel waren die verschiedenen Musikgruppen, die sich für das erste Chamer Straßenmusikfestival angekündigt hatten. Die Musiker kamen aus dem ganzen ostbayerischen Raum und sogar aus Tschechien. Das Netzwerk von Siegi Mühlbauer von der Landkreismusikschule hatte viele Kontakte ermöglicht.

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Die Organisatoren hatten zehn Musik-Haltestellen eingeplant, und die waren: Marktplatz (Höhe Durchgang), Marktplatz (Marien-Apotheke), Lucknerstraße, Innenhof Amtsgericht, Vorplatz Pfarrhof, Kirchplatz, Rosenstraße, Schwanenstraße, Fuhrmann-straße (Höhe Zugang Frey-Passage) und Hafnerstraße. Dazu kam noch die Bühne auf dem Marktplatz, auf der sich das Kinderprogramm abspielte.

Egal, wo man am Sonntag in der Innenstadt hinkam, man wurde von Musik und rhythmisch klatschenden Zuhörern begrüßt. Da gab es ganz sanfte Klänge, dann wieder zünftig bayerische Musik, und auch der Carneval do Brasil war vertreten.

Afrikanische Rhythmen dokumentierten die pulsierende Lebensfreude, die die Musik den Menschen schenkt. Traditionelle Wirtshausmusik aus der Rhön präsentierte die Gruppe Schmetz mit Quetsche, Gitarre und Kontrabass.

Aber auch Solisten hatten sich nach Cham aufgemacht, so zum Beispiel der zehnjährige Tom Flegl, der seiner Handpan die tollsten Töne entlockte und dafür viel Beifall erhielt. Die Gruppe Bronx steuerte Tanzeinlagen bei, und auch der Trachtenverein Buchbergler aus Windischbergerdorf zeigte am Floßhafen sein Können. Einen wahren Ansturm erlebten die Getränke- und Essensstände, die in der Innenstadt aufgebaut waren. Es gab ein vielfältiges Angebot, so dass jeder hungrige und durstige Besucher auf seine Kosten kam. Sehr gut frequentiert waren natürlich auch die Chamer Fachgeschäfte, die viele Aktionen am verkaufsoffenen Sonntag präsentierten.

Bestens angenommen wurde das Kinderprogramm, das die städtische Galerie Cordonhaus für Buben und Mädchen im Grundschulalter angeboten hat. Es war ein wunderbares Kinder-Kunst-Programm, das gerne öfters angeboten werden dürfte.

Mehr als 60 Gruppen dabei

Mitten im Menschengewühl steckten auch Bürgermeister Martin Stoiber und seine beiden Stellvertreter Walter Dendorfer und Barbara Dankerl. Auch sie sahen das muntere Treiben am Marktplatz mit hoch zufriedener Miene. Stoiber stellte fest: „Das ist hervorragend, die Vielfältigkeit der Musik ist dank der über 60 Gruppen sehr groß.“ Mit dem Straßenmusikfestival setze man die musikalische Tradition in der Kreis- und Hochschulstadt fort. Hier verwies das Stadtoberhaupt auf das „Singende, klingende Cham“ und den „Chamer Musiksommer“, der bereits gestartet ist.

Am Sonntag werde eine große Hörvielfalt geboten. Ihn freue es, dass das Programm sehr guten Zuspruch findet und so viele Menschen in Cham „Begegnung erleben“. Schließlich sei dies ja das Motto der Stadt Cham, und dieses werde wieder einmal mit Leben erfüllt.

Die Verantwortlichen für das Festival waren hoch zufrieden.
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Musikalische Gäste aus der Rhön in Aktion
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