„Herrscherpaar“ besucht Abbacher Therme

Von Josef Eder · 8. Juni 2024 um 01:34

Bad Abbach. Die Vorbereitungen für das Heinrichsfest anlässlich des 1000. Todestages von Kaiser Heinrich II. laufen schon seit Wochen auf Hochtouren. Die Marktgemeinde veranstaltet zusammen mit dem Heimat- und Kulturverein und der Königlich privilegierten Feuer- und Zimmerstutzen Gesellschaft erneut das traditionelle Fest.

Drei Wochen vor dem Fest besuchten Werner Wickert als Kaiser Heinrich und seine Frau Christina als Kaiser-Gattin Kunigunde die Therme zum „Kaiserbaden“. Schließlich war es im Mittelalter Brauch, sich vor großen Festen zu baden.

Legendenträchtiger Bau

Der Heinrichsturm, im Volksmund auch Hungerturm genannt, ist mit der katholischen Pfarrkirche St. Nikolaus auf dem Burgberg hoch über dem Kurort das weithin sichtbare Wahrzeichen der Marktgemeinde. So manche Legende rankt sich um das geschichtsträchtige Bauwerk.

Die Bad Abbacher sind davon überzeugt, dass hier Kaiser Heinrich II geboren wurde. Gesichert ist jedenfalls, dass der Kaiser am 1. November 1007 den Ort dem von ihm gegründeten Bistum Bamberg schenkte. Dabei handelt es sich um die erste urkundliche Erwähnung des Orts. 1014 krönte Papst Benedikt VIII. das Kaiserpaar Heinrich und Kunigunde.

Am Samstag, 29., und Sonntag, 30. Juni, verwandelt sich der Burgberg in ein mittelalterliches Dorf. Ein vielseitiges Programm soll Jung und Alt einen Hauch der Kaiserzeit näherbringen.

Von Schwertkämpfen und Specksteinschnitzen über einen mittelalterlichen Marionettenspieler bis hin zur Holzofenbäckerei wird den Besuchern vieles geboten.

Besonders sehenswert und die „Krönung des Festes“ wird der Historische Festumzug am Sonntagnachmittag sein.

Zug durch den Ort

Beginnend an der Fußgängerbrücke wird er durch die Kaiser-Karl-V.-Allee und Kochstraße bis auf den Burgberg ziehen. Wichtig ist dabei, dass der Festumzug mit historischen Figuren besetzt ist.

Die Majestäten stellten sich beim „Kaiserbaden“ vor. Foto: Josef Eder