Neue Wachstation der Wasserwacht erhielt den Segen

Waldmünchen. Nachdem in der Silvesternacht 2019/2020 die neu renovierten Diensträume der Wasserwacht beim Camping-Areal abgebrannt waren, hat am Freitagabend die neue Wachstation den Segen erhalten. Vorsitzender Andreas Dietl blickte auf die letzten vier Jahre zurück.
Nach dem Brand habe die Vorstandschaft mit dem BRK-Kreisverband und der Stadt Waldmünchen bis Ende 2022 gemeinsam nach einer optimalen Lösung am Perlsee gesucht. Manche fragten sich: Warum ein Container? Das gewählte Grundstück sei eines der wenigen am Perlsee, welches baurechtlich noch nutzbar sei.
Station nachmittags besetzt
Damit das Areal für mögliche Großprojekte am Rande des Sees nicht verbaut wird, sei man sich einig gewesen, dass es eine mobile Lösung werden sollte. An vielen bayerischen Seen sehe man solche Wachstationen. Mit großer Unterstützung des ehemaligen Vorsitzenden und Bauunternehmers Siegfried Wagner sei im Januar 2023 ein Bauantrag bei der Stadt Waldmünchen und beim Landratsamt gestellt worden. Am 15. März 2023 hätten die Arbeiten begonnen. Im April seien die letzten Arbeiten durchgeführt worden. Auch die angeforderten Ausgleichsbäume seien gepflanzt worden. Viele Waldmünchner und aus der Umgebung fragen oft nach, ob nun die Inseln in den See kommen und ob es wieder ein Strandbad wie früher wird, so Dietl. Dies müsse er leider verneinen. Die Wachstation werde bei schönem Wetter an den Wochenenden von Pfingsten bis Mitte August nachmittags besetzt sein. Die Mitglieder stünden für Erstversorgungen und sonstige medizinische Fälle rund um den See zur Verfügung. Ein Boot werde einsatzbereit sein, und für die Sicherheit am Perlsee werde gesorgt.
Der Vorsitzende gab noch einige Eckdaten bekannt: Der Grundstückseigentümer ist die Stadt Waldmünchen, der Pächter der BRK-Kreisverband Cham. 891,5 Stunden wurden von den Mitgliedern in Eigenregie und etwa 50 Stunden von Firmen geleistet. Dabei bedankte sich Dietl bei den zahlreichen Helfern, die im vergangenen Jahr von März bis Juni fast täglich auf der Baustelle gewesen waren. Ein Dankeschön sprach er auch Siegfried Wagner aus, der ihm nicht nur mit Rat und Tat zur Seite gestanden sei, sondern sich auch um die Planerstellung sowie das Material gekümmert und Maschinen zur Verfügung gestellt habe. Insgesamt kostet die Wachstation 137819 Euro. Davon trugen die Wasserwacht selbst 33 Prozent, die Stadt sieben Prozent, der Landkreis zehn Prozent und der BRK-Kreisverband 50 Prozent der Kosten. Dank gelte hier allen Beteiligten. Denn ohne diese Mittel wäre die Umsetzung nicht möglich gewesen. Stadtpfarrer Wolfgang Häupl segnete dann die neuen Räumlichkeiten.
BRK-Kreisvoristzender Theo Zellner freute sich, dass die Mitglieder nach dem Brand wieder Mut gefunden haben. Hier sehe man, dass die Spaltung der Gesellschaft nicht überall spürbar sei. Der Erlebnisraum Perlsee sei nicht unbedeutend für den gesamten Landkreis. Da der Vorsitzende erst kürzlich Vater geworden ist, überreichte Zellner für das jüngste Wasserwachtmitglied ein Geschenk.
„Stück Mehrwert für Gäste“
2. Bürgermeister Wolfgang Kürzinger ging auf die Geschichte der Wachräume der Wasserwacht ein. Er wünschte ihr viel Erfolg und wenig Einsätze. Beim Kreisjugendtag 2023 habe er gesehen, wie viel Herzblut in die Jugendarbeit gesteckt werde. Kürzinger überreichte das Stadtwappen an die Wasserwacht.
MdB Martina Englhardt-Kopf (CSU) sagte, hier sei sichtbar, was das Ehrenamt leiste. Die Mitglieder seien für die Sicherheit am See da. Dies sei ein Stück Mehrwert für die Gäste.
Im Anschluss konnte die Blaulichtfamilie bei einer Brotzeit, die vom Caterer Wolfgang Mauerer serviert wurde, untereinander austauschen. Im Aufenthaltsraum konnte man sich eine Bilderpräsentation von der Baustelle ansehen.
