Schirmherren für Drachenturnier gefunden

Von Mittelbayerische Zeitung · 23. Mai 2024 um 01:00

Thomas Späth überreichte den beiden Schirmherren jeweils einen Schirm in weiß-blau. Foto: Späth

Furth im Wald/Eschlkam. Am Dienstagabend kamen die Mitglieder der SG Furth im Wald im Waldschmidthaus in Eschlkam zusammen und trafen dort auf den Eschlkamer Bürgermeister Florian Adam und den Schützenmeister der Schützengesellschaft 1870 Eschlkam, Volker Kerschbaumer.

Nachdem die beiden keinen wirklichen Bezug zum Kegelsport haben, wollten die SGler ihnen diese Sportart etwas näherbringen, indem sie einen kleinen Rückblick in die Geschichte des Kegelns vortrugen. Schriftführer Thomas Späth erzählte, dass der Ursprung des Kegelns bis in die Hochkultur der alten Ägypter zurückreicht. Bei archäologischen Ausgrabungen fand man Teile eines Kinder-Kegelspiels aus dem Jahre 3500 vor unserer Zeitrechnung.

Die ersten Kegelgilden

Das heutige Kegeln dürfte seine Urform im Spiel der germanischen Stämme haben. Bereits im zwölften Jahrhundert wird Kegeln als weit verbreitetes Volksvergnügen geschildert. Im 13. Jahrhundert gab es die ersten Kegelgilden. Den Einzug in gesellschaftliche Kreise hielt das Kegelspiel in der Abgeschiedenheit der kirchlichen Klöster. Dort wurden aus Klosterbrüdern Kegelbrüder. Erste Besitzer von eigenen Kegelbahnen waren die Kirchengemeinschaften in Deutschland.

Ursprünglich wurde ausschließlich in die Vollen gespielt. Nachdem dies aber den Kegeljungen zu anstrengend war, wurde das Abräumspiel erfunden. Bis ins 18. Jahrhundert wurde im Freien gespielt. Auch die klassischen Dichter Friedrich Schiller und Johann Wolfgang von Goethe waren eifrige Anhänger des Kegelns.

Durch die deutschen Auswanderer wurde das Kegelspiel in die ganze Welt getragen. In den USA wurde es 1837 verboten. Da nun das Spiel auf neun im Quadrat angeordnete Kegel nicht mehr erlaubt war, stellte man die Kegel im Dreieck auf und ergänzte einen zehnten Kegel. Das Bowlingspiel war geboren. Seit 1887 gibt es die Dachorganisation „Deutscher Keglerbund“ (DKB). 1923 fanden die ersten deutschen Meisterschaften statt. Späth betonte, dass Sportkegeln seitdem eine ernste Sportart ist, die nicht nur Ausdauer, sondern vor allem auch Konzentration und Disziplin erfordert. Es gibt Saisonwettkämpfe von der Kreisliga bis zur Bundesliga und auch in Turnieren messen sich die Kegler.

Die beiden Schirmherren

Und wegen genauso einem Turnier haben sich die SGler im Waldschmidthaus eingefunden. Die SG war auf der Suche nach verantwortungsvollen Personen, welche die Schirmherrschaft über das Drachenturnier 2024 übernehmen, und so fragte man Bürgermeister Florian Adam. Gerne übernehme der Bürgermeister dieses Amt, vor allem weil sich die SGler auf den Eschlkamer Bahnen inzwischen wie zu Hause fühlen. Adam betonte, dass er keine Ahnung vom Kegeln hat und daher seine Kegelkünste beim Turnier nicht glänzen werden.

Dann fragte Späth den Schützenmeister Volker Kerschbaumer, ob er die Ehrenschirmherrschaft über das Turnier übernimmt. Kerschbaumer meinte, dass es zwischen Schießen und Kegeln viele Gemeinsamkeiten gibt. Was die beiden Vereine ebenfalls gemeinsam haben, ist das Vereinslokal. Daher übernimmt er gerne die Ehrenschirmherrschaft über das Drachenturnier.