Wettbewerb der starken Pferde: So lief die Zugleistung auf der Amberger-Insel in Bad Kötzting

Von Isabell Dachs · 20. Mai 2024 um 18:00

Tausende von Zuschauern säumten am Pfingstsonntag den Ring auf der Amberger Insel in Bad Kötzting auf der der Zugleistungswettbewerb der Kaltblut- und Haflingerzüchtervereinigung Bayerischer Wald stattfand. Ab 9 Uhr morgens kämpften dort die starken Pferde um Titel und Preisgeld.

Die neue Regelung, dass ab dem dritten Durchgang nur mehr 30 Sekunden Zeit für den Zug bleiben, hat sich dabei bestens bewährt. So konnte unnötiges Geruckel am Schlitten um wenige Zentimeter vermieden werden. Auch bei der neu eingeführten Fahrerbesprechung vor jeder Klasse wurden die Fuhrleute nochmal auf die Regeln gebrieft.

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Veranstalter und Amtsveterinär zeigten sich vollauf zufrieden mit der Veranstaltung. Unfallfrei und bei bestem Wetter war die Veranstaltung um 18 Uhr kurz vor Einsetzen eines starken Gewitterregens beendet.

Bestens trainierte Tiere

Die Fuhrleute zeigten ihre Tiere wieder einmal bestens trainiert und herausgebracht, was von den Zuschauern sehr bewundert wurde. Besonders beeindruckend war für sie die schwere Kaltblutklasse, bei der manche der teilnehmenden Pferde über eine Tonne auf die Waage brachten.

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Sieger des Tages waren einmal mehr die Percheron-Rappen aus dem Stall von Baptist Falter in Poschetsried bei Regen. Sie konnten in der schweren Klasse die ersten drei Plätze und im Doppelzug den Sieg erringen. In der leichten Klasse konnte sich Nina Hoidn aus Regen mit ihrem Wallach Hektor den Sieg sichern. In der mittelschweren Klasse hatte Karl Seidl aus Grafenwiesen mit Hengst Vito die Nase vorn. Die Spielbank Bad Kötzting war erneut Hauptsponsor des Wettbewerbs. Direktor Andreas Weigert und der technische Leiter Francesco Fraziano überreichen den strahlenden Siegern die Preise. Den Preis in der schweren Kaltblutklasse hatte in diesem Jahr Hilde Amberger gestiftet, er wurde von ihrem Enkel Karl-Josef Weber überreicht. Bürgermeister und Schirmherr Markus Hofmann freute sich über die Anziehungskraft der Traditionsveranstaltung. Auch er beglückwünschte die Sieger zusammen mit dem Pfingstbrautpaar.

Applaus vom Publikum

Wie gebannt hatte die nahezu unübersehbare Zuschauermenge die spannenden Wettkämpfe verfolgt. Gerne wurde gesehen, wenn die Kraftprotze für ihren Leistungswillen ausgiebig belohnt wurden. Das Publikum honoriert es wohlwollend mit Applaus, wenn ein Fuhrmann die Leistungsgrenzen seiner Tiere erkannte und vorzeitig aufgab. Schreien oder wildes Gestikulieren mit den Armen der Fuhrleute sorgte bisweilen für Erheiterung bei den Zuschauern. Es zeigte sich einmal mehr, dass Fuhrleute mit absoluter Ruhe dem Pferd gegenüber meist mit vorbildlicher Zugmanier honoriert wurden, was oft auch zum Erfolg führte. Die Kötztinger Zugleistung gilt als Königsklasse, nur gut trainierte Tiere können dort an den Start gehen. Mit dabei waren weit gereiste Teilnehmer aus dem Oberland, Österreich und Baden-Württemberg.

Schirmherr, Pfingstbrautpaar und Karl-Josef Weber beglückwünschten den Stall Falter zu dem hervorragenden Ergebnis.
Nina Hoidn aus Regen sicherte sich mit Wallach Hektor den Sieg in der leichten Klasse.
Johann Ettl aus Denkzell startete als Einziger mit Stuten, während ansonsten nur Hengste und Wallache vertreten waren.
Baptist Falter aus Poschetsried bei Regen dominierte einmal mehr mit seinen Percheronrappen die Kötztinger Zugleistung.
Die mittelschwere Klasse konnte Karl Seidl aus Grafenwiesen mit seinem Hengst Vito für sich entscheiden.
Aus dem Stall Hoidn in Regen waren mehrere Tigerschecken der Rasse Noriker am Start.
Auch aus Backnang in Baden-Württemberg waren Teilnehmer angereist.
Baptist Falter war auch der Sieger im Doppelzug und wurde vom Vorsitzenden Andreas Vogl und dem Vertreter der Spielbank, Francesco Fraziano, ausgezeichnet.