Mehrfamilienhäuser statt weiterer Gaststätte: Ehemalige Villa Toscana soll umgebaut werden

Das schmucke Anwesen Am Dürrnschlag 2 beherbergte in den vergangenen Jahren einige Gaststätten. Noch heute wird es von vielen Wackersdorfern Villa Toscana genannt, in Anlehnung an die damalige Pizzeria. Zuletzt war dort mit dem „Ekam Baliwood“ ein indisches Restaurant vertreten. Nach dessen Ende stand das Gebäude über längere Zeit leer. Künftig soll es anders genutzt werden.
Bereits im September 2023 wurde ein Investor vor dem Gemeinderat in Wackersdorf (Landkreis Schwandorf) vorstellig. Er wollte aus der ehemaligen Villa Toscana drei Mehrfamilienhäuser mit jeweils vier Vollgeschossen machen. Das Gremium hatte den Antrag damals abgelehnt und den Investor gebeten, seine Pläne zu überarbeiten und das Bauvorhaben allgemein etwas zu verkleinern.
Zahl der Mehrfamilienhäuser wurde reduziert
Das tat er auch, weshalb der Gemeinderat noch im vergangenen Jahr für die Pläne grundsätzlich grünes Licht gab. Da damit aber auch kleinere Änderungen des bestehenden Bebauungsplans erfolgen mussten, befasste sich der Gemeinderat am Dienstag nun erneut mit der Thematik. Denn auch diese hat der Investor mittlerweile vorgelegt.
Bürgermeister Thomas Falter (CSU) fasste die aktuellen Pläne des Investors eingangs nochmal zusammen. Die Zahl der geplanten Mehrfamilienhäuser werde von drei auf zwei reduziert. Auch auf ein Stockwerk werde verzichtet. Es sollen nur mehr drei Vollgeschosse errichtet werden, wobei das Obergeschoss zurückversetzt sei. Ebenfalls reduziert werden die Wohneinheiten. Diese würden sich nun auf fünf bis sechs pro Haus belaufen.
Auch Nachbarn könnten von Tiefgarage profitieren
Alle erforderlichen Stellplätze, insgesamt sind es 26, werden ausschließlich in einer Tiefgarage samt Aufzug untergebracht. Da mehr Stellflächen geschaffen werden als nötig, könnten diese auch die Nachbarn nutzen. Die dadurch entstehenden Freiflächen sollen begrünt werden.
Um das Projekt in dieser Form realisieren zu können, müsse jedoch der Bebauungsplan in einigen Punkten angepasst werden, wie Falter und Bauamtsleiter Uwe Knutzen erklärten. Denn auf dem Areal seien bisher nur zwei Vollgeschosse zugelassen. Die neuen Häuser hätten aber drei. Außerdem sei der geplante Gebäudekomplex mit 10,30 Metern etwas höher als das Bestandsgebäude (9,50Meter). Auch die Dachform würde sich von einem Satteldach auf ein Flachdach ändern. Die Räte stimmten den entsprechenden Änderungen einstimmig zu.