Einbrecher (33) versteckt sich in Burgweintinger Gartenhaus – DNA führt zu Auto-Aufbrüchen

Von André Baumgarten · 13. Mai 2024 um 14:13

Nach einem Einbruchsversuch in Burgweinting wird ein Mann erwischt und verurteilt – nun steht er erneut vor Gericht. Es geht um eine Serie von Autoaufbrüchen, die kurz zuvor passierte. Ein Pfefferspray könnte zum Zünglein an der Waage werden.

Reihenweise soll ein 33-Jähriger im Januar 2023 in nur einer Nacht Autos in Regensburg aufgebrochen haben. Beim Raubzug verursachte der Täter mehr als 8000 Euro Schaden an den 15 Autos – die Beute fiel mager aus: Brille, Lipgloss, Desinfektionsspray und eine Powerbank für 105 Euro. Die Suche nach der Wahrheit lief zäh: Erst schwieg der Mann, dann wollte er nur drei Autos aufgebrochen haben, um zu schlafen. Nun ist eine weitere Zeugin nötig.

Versuchter und vollendeter Diebstahl mit Waffen

Wegen versuchtem und vollendeten Diebstahls mit Waffen muss sich der Tunesier am Amtsgericht verantworten. Die Anklage wirft ihm vor, in der Nacht vom 18. zum 19. Januar die Scheiben mehrerer geparkter Autos eingeschlagen zu haben, um an Dinge von Wert zu kommen.

Schon einmal zu 15 Monaten Gefängnis verurteilt

Für den 33-Jährigen ist es nicht sein erster Kontakt zur Justiz: Vor elf Monaten wurde er zu 15 Monaten Haft verurteilt – für einen versuchten Einbruch in Burgweinting, in derselben Nacht wie die Serien-Autoaufbrüche. Das Einschlagen des Küchenfensters hatte damals die Hausbewohnerin aufgeweckt. Der Mann flüchtete und versteckte sich in einem Gartenhäuschen bei Nachbarn. Doch die Polizei erwischte ihn und nahm ihn fest. Auf dem Dach des Schuppens lag sogar noch der Nothammer, das mutmaßliche Werkzeug.

Kripo überführt Täter mit Blutspuren

Weil er sich gegen die Festnahme so heftig wehrte, brachte ihm das eine Gefängnisstrafe ohne Bewährung ein. Dass auch die 15 Autoaufbrüche auf seine Rechnung gehen könnten, wiesen ihm Ermittler anhand von DNA nach – an drei der Tatorte hinterließ er Blutspuren an einem Schuh, einem Taschentuch und einer Scheibe. Das bestätigte der zuständige Kripo-Beamte vor Gericht. Im Parkhaus Petersweg zeichnete eine Überwachungskamera ihn und zwei Komplizen auf. Wer diese Männer waren, gab er bis heute nicht preis.

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Pfefferspray entscheidend bei der Haftstrafe

Auch, als er nun erneut vor dem Schöffengericht stand, sagte er auf Anraten seiner Verteidigerin Susanne Karl nichts zu den Vorwürfen. Zunächst zumindest. Dann jedoch erklärte er, das später bei ihm gefundene Pfefferspray im ersten Auto erbeutet zu haben. Im Prozess könnte das letztlich einen erheblichen Unterschied machen – mit dem Pfefferspray wird aus normalem Diebstahl ein Diebstahl mit Waffen, der deutlich höher bestraft wird. Bis zu zehn Jahre Haft drohen laut Gesetz dafür. Daran vermochten auch flehende Entschuldigungen und ein Brief ans Gericht nichts ändern. Darin räumt der 33-Jährige drei Aufbrüche ein – genau die, wo seine DNA gefunden wurde.

Das Schöffengericht hat den Prozess und ein Urteil vertagt. Zunächst muss die Autobesitzerin aussagen, aus deren Wagen der Angeklagte das Spray gestohlen haben will. Sie wird daher als Zeugin vorgeladen.