Große Bestürzung nach Tod einer 19-Jährigen in Regensburg: Blumen am Fundort

Dass eine 19-jährige Frau gestorben und wohl Opfer eines schrecklichen Gewaltverbrechens wurde, sorgt in Regensburg weiter für Entsetzen. Die Stelle, an der die Leiche gefunden wurde, ist ein Ort der Trauer.
Am Montagvormittag nimmt der alltägliche Ablauf im Regensburger Norden langsam Fahrt auf. Auf der Frankenstraße ist wegen des Berufsverkehrs mächtig Betrieb. Die Autos rauschen auch an dem Ort vorbei, an dem am Samstag ein schrecklicher Fund gemacht wurde. Und die Passanten auf dem Bürgersteig scheinen alle etwas leiser als sonst zu reden. Der unfassbare Vorfall in der Tiefgarage bedrückt die Menschen.
Pascal Poehnl geht gerade zu dem Fitnesscenter, das neben einem großen Baumarkt in dem Gebäude untergebracht ist. Der Student hat unten in der Tiefgarage geparkt. „Als ich reingefahren bin, denkst du natürlich sofort daran, was geschehen ist“, sagt er.
Die Tat ist quasi allgegenwärtig
Er könne es irgendwie immer noch nicht richtig fassen: „Wahnsinn, dass so etwas auch hier in Regensburg passieren kann.“ In der Tiefgarage selbst ist die schreckliche Tat sowieso quasi allgegenwärtig. Immer wieder kommen Menschen und gehen zu der Stelle, an der die Leiche der 19-jährigen Frau im Kofferraum eines Autos gefunden wurde. Der Boden ist noch mit Glassplittern übersät. Es wurden Blumen abgelegt. Auf diesen drauf liegt ein Brief, der an die Tote adressiert ist und offenbar von einer Freundin geschrieben wurde. Daneben steht eine rote Kerze. Das Licht ist aber bereits, wohl durch den Fahrtwind der vorbeifahrenden Autos, erloschen.
Kurz vor Mittag. Ein paar hundert Meter weiter üben auf dem Parkplatz der Donau-Arena Fahrschüler und im DEZ ziehen die Kunden durch die Geschäfte. „Irgendwie muss es trotzdem wieder weitergehen“ – dieser Satz ist so oder so ähnlich oft an diesem Tag zu hören. Die Menschen scheinen immer noch schockiert zu sein, die Routine des Alltags ist offenbar aber eine Stütze. Auch unter den Mitarbeitern der im Gebäude über der Tiefgarage ansässigen Geschäfte macht sich diese Stimmung breit. Bereits Samstag ging der Betrieb schließlich weiter. Die Gedanken, dass ein Stockwerk weiter unten gerade Polizeibeamte den Fundort der Leiche untersuchten, versuchten da vermutlich viele zu verdrängen.
Stadt sagt, dass Bild ohne Genehmigung verwendet wurde
Die junge Frau war beim Bestattungsunternehmen der Stadt Regensburg angestellt. Die städtische Sprecherin Juliane von Roenne-Styra teilte am Montag auf Anfrage mit, dass „die Nachricht vom gewaltsamen Tod der Mitarbeiterin die Stadtspitze und alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Stadtverwaltung zutiefst erschüttert hat. Die Gedanken sind bei der Familie, den Freunden sowie den engsten Kolleginnen und Kollegen“.
In überregionalen Medien wurde teilweise auch ein Foto der Verstorbenen, das auf der städtischen Internetseite zu finden war, verwendet. „Ohne Genehmigung“, wie die Stadt Regensburg nun mitteilt, Zur Frage, ob die Kommune dagegen rechtlich vorgehe, teilte sie mit, dass sie in diesem Zusammenhang derzeit „entsprechende Maßnahmen zum weiteren Vorgehen“ prüfe.
Direkt nachdem die Stadt am Montag in der Früh erfahren habe, dass es sich bei der toten Frau um eine Mitarbeiterin der Stadtverwaltung handelt, habe sie Roenne-Styra zufolge ohnehin alle entsprechenden Texte und Fotos von ihren Internetseiten genommen.