Der lange Weg zum Herbst-/Winter-Outfit

Von Ingrid Milutinovic · 6. Mai 2024 um 01:22

Waldmünchen. Wer kennt die Situation nicht: ein Blick in den Kleiderschrank und die Erkenntnis: „Ich habe nichts anzuziehen.“ Und dabei geht es nicht nur um das passende Teil für einen besonderen Anlass, sondern auch um die Überlegung, was in der nächsten Saison aktuell sein wird. Farbtöne, Schnitte, eher Hosen als Röcke – die Möglichkeiten sind fast unendlich. Die Hose oder der Pullover vom Vorjahr? Oder doch lieber etwas Neues?

Alexandra Kießling-Stiegler kann aus ihrer langjährigen Erfahrung als Inhaberin von Mode-Alex in der Bahnhofstraße erklären, welcher Aufwand hinter den Planungen für eine neue Saison stecken.

Manch einer ist versucht, beim Blick in die Schaufenster und Regale an „Lebkuchen im September“ zu denken. Noch ist es Sommer, wird gespottet, aber irgendwann dann doch schon einmal probiert.

Sehr Lange Vorlaufzeiten

Auch bei der Mode gibt es lange Vorlaufzeiten, sagt Kießling-Stiegler, um gleich die Gründe zu erklären. Die Hersteller müssen frühzeitig wissen, welche Stoffe in welchen Mengen geordert werden müssen. Deshalb beginnen die Planungen für die Herbst- und -Wintermode bereits zu Jahresbeginn. Die ersten Infos der Firmen kommen zu den Händlern. Dann fährt Kießling-Stiegler nach München. Dort kann sie in den Showrooms der Hersteller die neuen Modelle an Ort und Stelle anschauen und bestellen.

Sie kenne ihre Kundinnen und wisse, was diese wünschen, sagt sie. Und ergänzt: „Wir sind hier nicht in Paris oder Rom. Wir brauchen Mode, die für jeden und natürlich auch für jede Größe passt“. Und wenn doch einmal das eine oder andere Stück in den Regalen bleibt? „Das ist mein Risiko“, sagt sie. Aber ihre langjährige Erfahrung helfe ihr da schon. Und noch ein weiters Thema: Was tun, wenn das auserkorene Stück nicht in der richtigen Größe vorhanden ist? „Nachbestellen ist einen Versuch wert. Aber die Hersteller produzieren nicht mehr auf Halde, sondern eher nach den vorliegenden Bestellungen“, macht sie trotzdem Mut. Wobei sich der Kreis schließt: Rechtzeitig bestellen, damit (hoffentlich) immer das Richtige für die Kundinnen vorrätig ist.

Gibt es einen Trend für den Herbst? Auch diese Frage hat sie schon jetzt beantwortet. „Im Moment geht eigentlich alles. Der persönliche Geschmack ist ausschlaggebend. Farbenfroh, aber mit eher gedeckten Farben wird der Herbst werden“ freut sie sich schon selber. Einen Trend kann sie dennoch ausmachen: „Chanel kommt wieder“.

Ein weiterer Punkt ist Alexandra Kießling-Stiegler wichtig. Alle Hersteller, bei denen sie ihre Ware ordert, lassen in Europa herstellen. Dies bedeutet kurze Lieferwege, wichtig für den Umweltschutz und auch Schutz vor schlechten Arbeitsbedingungen und Kinderarbeit in den Fabriken. Nur eines gefällt ihr noch nicht so recht: Es muss nicht jedes Teil einzeln in Folie verpackt werden, ein dünnes Papier dazwischen täte es auch, ist ihre Meinung. Wobei einzelne Hersteller dies durchaus bereits machen.

Modenschau im Oktober

Für diejenigen, die sich lieber bei einer Modenschau letzte Inspirationen holen, hat Kießling-Stiegler bereits vorgeplant. Am 26. Oktober findet ab 14 Uhr wieder eine Modenschau in der TV-Halle statt. Dass sie mit diesem Angebot auf dem richtigen Weg ist, zeigt sich an der Tatsache, dass kurz nach dem Eintrag bei Facebook bereits die ersten Anmeldungen bei ihr eingegangen sind. Ab sofort können jetzt im Geschäft in der Bahnhofstraße Karten zur Platzreservierung für zehn Euro abgeholt werden. Die Mitglieder des GOV Thanstein werden sich um das leibliche Wohl der Gäste kümmern. Und natürlich kommen auch die Models wieder aus den Reihen des Vereins.

Noch kommt Sommerware – von Alexandra Kießling-Stiegler genau geprüft.