30 Jahre Spargelmarkt in Sandharlanden: Da gratuliert Königin Nora mit einem Showtanz

Spargel in Hülle und Fülle, uralte Oldtimer und jede Menge Königinnen aus ganz Bayern: Diese Mischung erlebten zahlreiche Gäste aus Nah und Fern beim Jubiläums-Spargelmarkt in Sandharlanden (Landkreis Kelheim).
Nora Aunkofer strahlt. Gerade haben sie und die anderen Tänzerinnen der Showgarde „Babonia“ ihren großen Auftritt am Spargelmarkt in Sandharlanden hinter sich gebracht. Wie ihre Freundinnen auch, trägt die 20-Jährige ein silber glänzendes Oberteil. Und doch hebt sie sich von der übrigen Garde ab. Auf dem Kopf hat sie eine kleine Krone, die sie als Abensberger Spargelkönigin ausweist.
Für die Hörlbacherin war es nichts Ungewöhnliches, dass sie Spargelhoheit und gleichzeitig Mitglied der Showgarde ist – und damit beim Markt in Sandharlanden mittanzt. Und doch hat Nora Aunkofer gleich dreifachen Grund zu strahlen: Sie ist Tänzerin, Königin – und das alles beim 30-jährigen Jubiläum des Spargelmarkts. „Das ist eine große Ehre, dass ich hier mittanzen darf“, erzählt sie kurz nach dem Auftritt auf dem Spargelhof Blümel, obwohl sie ein bisschen außer Puste ist.
So mögen Promis Spargel
Der Abensberger Spargel bekommt also die Ehre eines Gardetanzes. Kein Wunder: Das Stangengemüse genießt in der Region Kultstatus. Darauf konnten auch die Ehrengäste nicht oft genug hinweisen.
„Abensberg ist eine Kulturstadt, die Tradition liebt. Und gerade der Spargel hat bei uns richtig viel Tradition“, sagt zum Beispiel die dritte Bürgermeisterin Marion Huber-Schallner. Später verrät sie im Gespräch mit unserer Zeitung, wie sie den Spargel am meisten schätzt: „Ganz natürlich, mit Schinken und Kartoffeln – und Hauptsache aus Abensberg.“
„Abensberg ist eine Kulturstadt, die Tradition liebt. Und gerade der Spargel hat bei uns richtig viel Tradition.“
Marion Huber-Schallner, dritte Bürgermeisterin von Abensberg
Auch Landrat Martin Neumeyer kann gar nicht anders, als Spargel zu lieben. Er hat es gern ein bisschen deftiger. „Mit einem Schnitzel dazu schmeckt er richtig gut.“ Danach muss er aber auf die Bühne, um die aus ganz Bayern angereisten Fest- und Produktköniginnen zu interviewen.
Derweil gibt Albert Handschuh vom gleichnamigen Spargelhof eine Experten-Einschätzung ab: „Der weiße Spargel ist zwar der Klassiker, aber der Grüne wird immer beliebter. Den kannst musst du weniger schälen und du kannst ihn leichter braten.“ Wobei: Spargel schmeckt nicht nur gebraten.
Spargel-Eis kommt gut an
Beim Feuerwehrhaus gab es zum Beispiel Spargel-Eis. „Das ist sehr lecker. Es schmeckt milchig und eindeutig nach Spargel“, findet Lydia Hader, nachdem sie sich eine Kugel bestellt hat. Auch die Familie Hieninger wagt das Experiment – und ist zufrieden. „Hier gefällt es uns generell super. Direkt vom Erzeuger schmeckt der Spargel halt am besten“, sagen die Geiselhöringer. Dazu gab es auch viele Gelegenheiten. Denn ein Besuch auf den verschiedenen Spargelhöfen gehörte für die Besucher ebenfalls dazu. Dort konnten Interessierte sogar zuschauen, wie das Gemüse verarbeitet wird.
Der Jubiläums-Markt drehte sich aber nicht nur um Spargel. Auch Fahrzeuge aller Art waren ausgestellt und lockten die Besucher zum Fachsimpeln an. Kein Wunder, dass auch Marktleiter Christian Miedl mehr als zufrieden war. „Es sind viele Gäste aus Nah und Fern gekommen und auch das Wetter hat gehalten“, freut er sich.







