Zwei Maibäume zieren Rötzer Marktplatz

Rötz. Gab es im vergangenen Jahr nur einen Kindermaibaum, den die Jüngsten der Rötzer Feuerwehr aufstellten, zieren in diesem Jahr gleich zwei Maibäume – ein richtig großer und ein kleiner – den Rötzer Marktplatz.
Pünktlich um 13 Uhr am 1. Mai wurde der 34 Meter lange Maibaum aus dem Wald der Bayerischen Staatsforsten von Josef Vogl mit seinem Eicher zum Marktplatz gebracht. Doch aufgestellt werden konnte dieser noch nicht, mussten doch die Halterung, der blau/weiß geschmückte Gipfel und die Kränze noch angebracht werden.
Während die Erwachsenen noch mit den Vorbereitungsarbeiten beschäftigt waren, zogen die Jüngsten der Feuerwehr, die Blaulichtbande, mit ihrem Maibaum zum Marktplatz. Sie brauchten aber nicht schweres Gerät und Begleitschutz wie die Erwachsenen. Sie transportierten ihren Kindermaibaum einfach nur mit reiner Muskelkraft.
Kinder packten mit an
Ausgestattet mit Warnweste, Handschuhen und einer Portion Motivation und Fingerspitzengefühl, gingen sie dann ans Werk, um ihren Maibaum aufzustellen. Natürlich brauchten sie dazu auch die sogenannten „Schweiberl“, mit denen der Baum dann Zentimeter für Zentimeter nach oben gebracht werden konnte. Da kamen dann aber doch noch die Erwachsenen ins Spiel, denn ganz allein hätten sie das nicht geschafft. Denn dafür braucht man jemanden, der Erfahrung hat, der schaut, dass der Baum auch richtig fest in der Verankerung sitzt und auch senkrecht steht. Und natürlich auch jemanden, der das Kommando übernimmt. Denn jedes Mal, wenn das Kommando „zugleich“ kam, musste man den Maibaum wieder ein Stück höher rücken. Als der Baum dann in der Senkrechten stand, spendeten die Zuschauer den Rötzer Nachwuchsfeuerwehrlern reichlich Applaus. Stolz präsentierten sie sich unter dem Kindermaibaum, der mit einem Schild darauf hinweist, dass dieser Maibaum von ihnen aufgestellt wurde.
In der Zwischenzeit war der große Maibaum fertig geschmückt. Der Gipfel war dran, auch die drei Kränze waren an Ort und Stelle. Die Erwachsenen konnten loslegen. Gut 30 Feuerwehrler hievten den Baum mit vereinten Kräften in die Höhe. Auch sie hörten auf das Kommando „zugleich“ von Joachim Kuhnert. Jeder Handgriff musste sitzen, die „Schweiberl“ mussten richtig angesetzt werden und die Richtung musste stimmen, damit der Maibaum auch in seine Verankerung gleiten konnte.
Muskelkraft und Feingefühl
Das erforderte nicht nur enorme Muskelkraft, sondern auch Fingerspitzengefühl und ein geschultes Auge. Eine gute Stunde dauerte es, und die Arbeit war getan. Der weiß-blau-rot geschmückte Maibaum ziert nun für einige Wochen den Rötzer Marktplatz. Bei idealem Frühsommerwetter hatten sich natürlich eine Menge Zuschauer auf dem Marktplatz eingefunden, die von der Feuerwehr mit Essen und Getränken bestens versorgt wurden.
